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Inbegriff der Bundesliga-KonferenzWDR-Ikone Dietmar Schott mit 88 Jahren verstorben

Dietmar Schott starb im Alter von 88 Jahren in einer Linzer Klinik.

Copyright: IMAGO / Weckelmann

Dietmar Schott starb im Alter von 88 Jahren in einer Linzer Klinik.

Trauer um Dietmar Schott. Der bekannte Sport-Moderator starb im Alter von 88 Jahren.

Das Rheinland und die deutsche Sportwelt nehmen Abschied. Dietmar Schott, dessen Stimme Generationen durch den Sport begleitete, ist nach langer, schwerer Krankheit im Alter von 88 Jahren gestorben.

Die aus Lohmar stammende WDR-Ikone verstarb in einer Klinik in Linz. Sein Gesundheitszustand hatte sich nach einem Sturz im vergangenen September rapide verschlechtert. Von den Folgen des Sturzes erholte er sich nicht mehr.

Der Klang des Bundesliga-Samstags

Seine letzten Lebensmonate waren von Klinikaufenthalten und einem Umzug in ein Pflegeheim in Aegidienberg im Dezember geprägt, berichtet der „Kölner Stadt-Anzeiger“. Besonders hart traf Schott Herbst der Tod seines treuen Cockerspaniels Friso. Eine Pflegerin übermittelte seine Worte, er freue sich darauf, bald wieder bei seinen geliebten Hunden und Pferden zu sein.

Für Millionen von Fußballfans war Dietmar Schotts Stimme der Inbegriff des Samstagnachmittags. Über 41 Jahre lang war er für den WDR im Einsatz, wo er mit unzähligen Bundesliga-Radiokonferenzen zur Legende wurde. Seine Sendung „Sport und Musik“ erreichte ein Millionenpublikum und ist bis heute unvergessen.

Er trat das Erbe des legendären Kurt Brumme an und stand für mehr als 2000 Sendungen vor dem Mikrofon. Im Jahr 2004 übergab er den symbolischen Staffelstab an seine Nachfolgerin Sabine Töpperwien. Auch den heutigen Moderator der Bundesliga-Konferenz, Sven Pistor, hat er noch in die Kunst der Sendungsgestaltung eingewiesen.

Große Liebe zum HSV – trotz Start-Pleite

Obwohl er im Westen eine Institution war, schlug sein Herz für den Hamburger SV. Seine 70-jährige Mitgliedschaft wurde im März 2024 im Auler Hof gebührend gefeiert. Die Rückkehr seines Vereins in die erste Liga nach sieben langen Jahren in der Zweitklassigkeit muss für ihn ein Moment großer Genugtuung gewesen sein.

Seine Fan-Liebe begann kurios: Als 16-Jähriger besuchte er am 5. September 1953 sein erstes Spiel. Für 55 Pfennig sah er das Derby gegen den FC St. Pauli. „Der Hamburger SV war haushoher Favorit, aber St. Pauli gewann das Spiel mit 2:0“, erzählte Schott später. Die Niederlage schreckte ihn nicht ab – im Gegenteil. Am 17. März 1954 wurde er Mitglied und erhielt 2024 die Ehrenmitgliedschaft.

Basketball und Pferde waren seine wahre Leidenschaft

Erstaunlicherweise war der Fußball gar nicht sein primäres Fachgebiet. „Ich habe nur zwei Fußball-Reportagen in meiner langen Berufslaufbahn gemacht. Das war Viktoria Köln gegen RW Essen und Gladbach gegen Nürnberg“, offenbarte der eigentliche Kenner des Basketballs und des Pferdesports. In seiner Jugend war er selbst ein respektabler Sprinter und Kugelstoßer. Der 1,92 Meter große Hüne spielte in den 1960ern für den ASV Köln in der 2. Basketball-Liga und war in den 80ern als rechte Hand von Mäzen Fritz Waffenschmidt maßgeblich an drei Pokalsiegen und vier Deutschen Meisterschaften beteiligt. Ein seltener Ausflug zum Fußball endete schmerzhaft mit einem Schien- und Wadenbeinbruch bei einem Prominentenspiel in Köln-Pesch.

Seine Karriere führte ihn um die ganze Welt: Er berichtete von elf Olympischen Spielen, von Sapporo 1972 bis Barcelona 1992, war bei vier Fußball-Weltmeisterschaften und 32 Mal beim legendären Trabrennen Prix d’Amérique. In Wahlscheid war er 25 Mal das Gesicht des Schörreskarrenrennens. Privat errichtete er 1974 in Lohmar das Gestüt Höhnchen, wo er mit seiner Frau Beate, die 2015 nach 47 Ehejahren verstarb, Pferde züchtete. „Wir hatten hier bis zu 15 Boxen und haben 352 Sieger großgezogen“, erinnerte er sich. Als Amateur-Jockey holte er selbst 14 Siege im Sulky. Freunde und Weggefährten trauern nun um einen wahren Sportsmann, der immer ein Lächeln auf den Lippen hatte. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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