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Nach Benefiz-Kick Friedhelm Funkel: Viel Lob für Mick Schumacher, Kritik am BVB und Leverkusen

Christoph Kramer und Florian Neuhaus sprechen mit Friedhelm Funkel am Spielfeldrand.

Christoph Kramer und Florian Neuhaus konnten Friedhelm Funkel beim Benefiz-Spiel „Champions for Charity“ am 24. August 2022 in Frankfurt nicht mehr helfen.

Beim Benefiz-Spiel „Champions for Charity“ betreute Friedhelm Funkel die Sieger-Mannschaft. Der Rekord-Coach benennt im Interview seine besten Spieler und blickt auf die Bundesliga.

Friedhelm Funkel (68) ist ein absoluter Rekord-Trainer. Er feierte sechs Aufstiege in die Bundesliga, erlebte über 500 Bundesliga-Partien als Coach. Zuletzt rettete er 2021 den 1. FC Köln vor dem Abstieg. Am Mittwoch (24. August 2022) verbrachte der Routinier aber auch noch einen besonderen Abend.

Funkel war verantwortlich für das Team „Schumacher and Friends“ beim Benefiz-Spiel „Champions for Charity“. Auch wenn es in Frankfurt vor allem um die gute Sache ging, freute er sich am Ende über den 11:10-Sieg gegen das Team von Dirk Nowitzki (44). EXPRESS.de sprach mit dem Sieger-Trainer über das Spiel und die Bundesliga.

Friedhelm Funkel: Sonderlob für Leistung von Mick Schumacher

Welche Spieler haben ein Sonderlob vom Trainer verdient?

Friedhelm Funkel: Also von der Leistung von Mick Schumacher war ich schon überrascht. Der ist richtig aufgeblüht und sehr viel gelaufen, hat drei Tore geschossen. Sebastian Vettel hat das auch gut gemacht, aber Mick war noch auffälliger. Der ist sogar im hohen Tempo mit zurückgelaufen. Man konnte auf jeden Fall sehen, dass beide extrem fit sind. Und der Trainer hat eine richtige Entscheidung getroffen, die beiden Formel-1-Flitzer auf die Außenbahn zu stellen.

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Wurde der Sieg gebührend gefeiert?

Friedhelm Funkel: Also ich habe mich schon gefreut. Unser Torwart René Adler wollte auch unbedingt gewinnen und hat sich am Ende in jeden Ball geworfen, auch wenn Schiri Deniz Aytekin ein Unentschieden haben wollte. Das war ein richtig schöner Abend. Weltstars wie David Coulthard oder Mika Häkkinen zu erleben, das hatte was. Sven Hannawald ist ein paar Mal auf seiner Seite abgegangen, Dominik Klein hat auch gegrätscht. Der Ehrgeiz war schon da.

Wie hoch ist die Strafe für Christoph Kramer und Florian Neuhaus, weil sie zu spät gekommen sind?

Friedhelm Funkel: Sie hatten zweimal Training in Mönchengladbach, da ging es nicht anders. Ich fand es bemerkenswert, dass sie überhaupt noch gekommen sind. Das ist nicht selbstverständlich, inmitten der Bundesliga-Saison. Die Borussia spielt schließlich am Samstag in München.

Apropos: Was ist da für Gladbach drin?

Friedhelm Funkel: Wenn man die ersten Auftritte der Bayern gesehen hat, muss man sagen, dass der Sieger klar sein dürfte. Ich denke aber, dass die Borussia insgesamt zufriedener sein dürfte, wenn sie in dieser Saison zweimal gegen Bayern verliert, aber ansonsten im oberen Drittel landet. Im Vorjahr konnte sich niemand was für die Siege gegen Bayern kaufen.

Ist die Dominanz der Bayern noch gesund?

Friedhelm Funkel: Es kann nicht der Sinn der Bundesliga sein, wenn ein Team so durchmarschiert. Einerseits freue ich mich, die Spielfreude und die Leichtigkeit der Bayern zu sehen. Andererseits ärgert es mich, dass schon wieder so viele Konkurrenten schwächeln. Die neun Punkte Rückstand, die beispielsweise Bayer Leverkusen hat, werden sie nicht mehr aufholen können. Ähnlich sieht es bei Leipzig aus. Die Bayern verlieren nicht vier, fünfmal – daher können die anderen nicht mehr an sie herankommen.

Kabinen-Bild aller Teilnehmer von „Champions for Charity“.

Trainer Friedhelm Funkel (hinten) mit vielen Stars des Benefiz-Duells „Champions for Charity“ in Frankfurt.

Bleibt nur noch Dortmund als Rivale?

Friedhelm Funkel: Aber die haben mich auch noch nicht überzeugt. Der Sieg gegen Leverkusen war glücklich. In Freiburg hat ihnen Keeper Flekken geholfen, zudem war das dritte BVB-Tor Abseits. Und Bremen war auch am vergangenen Wochenende die bessere Mannschaft. Was die Borussia da in der Schlussphase gemacht hat, so dumm kann man doch gar nicht sein!

Friedhelm Funkel: Auf den VfL Bochum kommt schweres Jahr zu

Woran liegt es?

Friedhelm Funkel: Da fehlte die Entschlossenheit, die Gier. Beim zweiten Bremer Tor schaute Emre Can nur zu, zeigte keine Körperlichkeit. Beim dritten Tor hätte Niklas Süle den Pass abfangen müssen, Marius Wolf hat den Torschützen nur begleitet, statt zu blocken. Eigentlich hatten alle gedacht, dass Dortmund mit seinen Transfers die Defensiv-Probleme behoben hat. Aber es geht schon wieder los. Es ist einfach eine Sache der mangelnden Galligkeit.

Wer hat Sie bisher überzeugt, bei wem haben Sie Sorgen?

Friedhelm Funkel: Bremen zuzuschauen, ist eine echte Freude. Auch Mainz, Freiburg und Union sorgen wieder für die Highlights. Auf Bochum sehe ich ein schweres Jahr zukommen. Da ist der plötzliche Abgang von Geschäftsführer Sebastian Schindzielorz, die ungewisse Vertragslage bei Trainer Thomas Reis. Wenn der VfL Freitag auch in Freiburg verliert, hängen sie erst einmal im Keller fest.

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