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EM-Kommentar Frauenfußball-Boom und Titel-Traum: Dieser Erfolg hat vor allem einen Namen

Martina Voss-Tecklenburg blickt stolz auf die Jubel-Traube der DFB-Frauen nach dem Einzug ins Halbfinale der EM

Die DFB-Frauen feiern nach dem Sieg gegen Österreich am Donnerstag (21. Juli 2022) den Einzug ins EM-Halbfinale. Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg (r.) blickt stolz auf ihre Spielerinnen.

Deutschland rückt der Erfüllung des Titel-Traums bei der EM in England immer näher. Neben den aufstrebenden Stars im DFB-Team gibt es dafür vor allem eine Verantwortliche. Ein Kommentar.

Fast zehn Millionen Menschen fieberten am Donnerstag (21. Juli 2022) vor dem Fernseher mit den DFB-Frauen im Nachbarschafts-Duell gegen Österreich mit. Durch das 2:0 steht Deutschland erstmals seit dem Olympiasieg 2016 wieder bei einem großen Turnier im Halbfinale.

Der Titel-Traum wird immer konkreter und auch die Begeisterung für das Team um Kapitänin Alexandra Popp (31) nimmt rasant zu. Zur neuen Beliebtheit verhalfen dem Frauen-Team zuletzt auch aufstrebende Stars wie Giulia Gwinn (23), Klara Bühl (21) oder Lena Oberdorf (20).

Auch dank ihnen war der Viertelfinal-Knaller das meistgesehene EM-Spiel in der Geschichte der deutschen Frauen-Nationalmannschaft. Hauptverantwortlich für den DFB-Aufschwung ist aber eine andere Frau.

Martina Voss-Tecklenburg brachte DFB-Frauen wieder auf Kurs

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Schließlich nimmt das deutsche Team unter Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg (54) immer mehr Fahrt auf, hat unter ihrer Leitung in sieben von acht Turnierspielen bei WM und EM zu null gewonnen. Vor drei Jahren stoppte im WM-Viertelfinale das 1:2 gegen Schweden den Höhenflug, diesmal wollen die Adler-Trägerinnen es mit zwei weiteren Siegen bis nach ganz oben schaffen.

Voss-Tecklenburg hat das zeitweise schlingernde DFB-Schiff dabei wieder voll auf Titel-Kurs gebracht. Der Tiefpunkt der verpassten Olympia-Teilnahme wurde zur Startrampe für einen neuen Aufschwung.

Mit der richtigen Mischung aus Jung und Alt formte sie ein stark eingespieltes Team, das bislang in jedem Turnierspiel perfekt auf die Schwächen ihrer Gegnerinnen vorbereitet war und diese eiskalt ausnutzte.

Auch das nötige Turnierglück, zu sehen etwa bei den Alu-Treffern der mutigen Österreicherinnen, hat die Auswahl derzeit auf ihrer Seite.

DFB-Team unter Martina Voss-Tecklenburg mit Traum vom EM-Titel

Die schweren Entscheidungen auf dem Weg ins Viertelfinale, etwa die Versetzung der langjährigen Stammkeeperin Almuth Schult (31) oder der Bank-Platz zu Turnierbeginn für Alex Popp, moderierte Voss-Tecklenburg intern und extern derart souverän, dass das Team-Gefüge keinen Schaden nahm.

Ihr feines Gespür bewies die Bundestrainerin auch nach dem Spiel, als sie, entgegen ihrer sonstigen Gewohnheiten, ausdrücklich den überragenden Auftritt der erst 20-jährigen Lena Oberdorf im ARD-Interview hervorhob.

So hat Martina Voss-Tecklenburg mit vielen kleinen und größeren Handgriffen aus Deutschland wieder einen Titel-Favoriten gemacht. In den verbleibenden beiden Spielen liegt es jetzt an den Spielerinnen, sich selbst und damit auch die Bundestrainerin für die starken Eindrücke zu belohnen.

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