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Fortuna-DuellSchreckmomente statt Tore: Köln verschärft Düsseldorfs Krise

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Fortuna Köln trotzt Fortuna Düsseldorf im Prestigeduell ein 0:0 ab. Großchancen auf beiden Seiten und zweimal Pyrotechnik sorgen für reichlich Aufregung.

Fortuna gegen Fortuna, Aufsteiger gegen Absteiger und am Ende werden die Punkte geteilt: Fortuna Köln hat Fortuna Düsseldorf im Prestigeduell zum Abschluss des vierten Spieltags in der 3. Liga ein 0:0 abgetrotzt.

Knapp 12.000 Fans waren am Sonntagabend (6. September) ins ausverkaufte Südstadion gekommen, darunter rund 3000 Anhänger aus Düsseldorf. Unter Flutlicht entwickelte sich ein intensives Duell. Das letzte hatte mehr als 22 Jahre zurückgelegen: Im Mai 2004 hatte es in der Oberliga Nordrhein ein 2:2 gegeben.

Fortuna Köln verteidigt Heim-Serie gegen Düsseldorf

Die Kölner gingen mutig ins Spiel, setzten Düsseldorf zunächst mit hohem Pressing unter Druck. Nach einer Stanilewicz-Ecke kam Enzo Wirtz, der für den gesperrten Majetic im Kölner Angriff beginnen duirfte, zum Kopfball – bekam aber nicht genug Wucht hinter den Ball.

Danach übernahm Düsseldorf zeitweise die Kontrolle. Slimani schoss aus spitzem Winkel über das Tor. Zimmermann und Müller prüften Winkler.

Köln blieb im ersten Durchgang aber gefährlich, fand sich mit zunehmender Spieldauer immer besser zurecht. Der agile Angreifer Aigbekaen bediente Wirtz, der im Fünfmeterraum eine gute Gelegenheit nicht sauber traf. In der 36. Minute legte Aigbekaen erneut in die Mitte, Wirtz zog wuchtig ab. Lord tauchte blitzschnell ab und parierte stark.

Schreckmomente gab es nicht nur vor den Toren. Kurz vor der Pause detonierte neben dem Kölner Tor ein Böller. In der 70. Minute knallte es erneut. Düsseldorfs Trainer Alexander Ende erschreckte sich an der Seitenlinie. Die Partie lief jeweils ohne Unterbrechung weiter.

In den letzten 20 Minuten des ersten Durchgangs zeigte sich Köln spielerisch überlegen. Und auch nach dem Wiederanpfiff fand Düsseldorf kaum Tempo, die Hausherren standen kompakt. Die Stimmung blieb bestens, auch die Gäste-Fans sangen nahezu durchgehend.

Nachdem in der zweiten Halbzeit beide Teams mehrere Wechsel vollzogen hatten, drehte Düsseldorf dann doch für die Schlussphase mächtig auf. Müller verpasste nach Bouchamas Flanke den Kopfball nur knapp und scheiterte kurz darauf an Winkler. Slimani setzte sich nach einem Doppelpass mit Eixler durch, doch der Kölner Keeper machte das kurze Eck zu. Auch bei Slimanis nächstem Abschluss blieb Winkler Sieger.

Fortuna-Trainer Matthias Mink: „Wir hätten das ein oder andere Tor machen können“

In der Schlussphase warf sich Köln in die Zweikämpfe und verteidigte den Punkt mit letzter Kraft. Damit blieb die Fortuna im 21. Heimspiel in Folge ungeschlagen. Die letzte Heimniederlage hatte aus dem April 2025 datiert.

Düsseldorfs Trainer Alexander Ende haderte mit der fehlenden Konsequenz: „Ich hatte schon das Gefühl, dass wir in den letzten 20 Minuten am Drücker sind. Wir hatten viele gute Situationen. Beim letzten Pass oder beim Abschluss waren wir unsauber.“ Sein Fazit: „Wir haben jetzt zum zweiten Mal zu Null gespielt. Und wir hatten Chancen. Wir brauchen noch die Effektivität.“

Kölns Trainer Matthias Mink war derweil zufrieden: „Unsere Devise ist, Punkte zu sammeln. Jetzt ist einer dazugekommen. Das ist wichtig.“ Im Vergleich zum Sieg in Verl habe sich seine Mannschaft spielerisch verbessert. „Wir haben zu Hause wieder nicht verloren. Auch das ist eine Geschichte. Wir hätten das ein oder andere Tor machen können, aber auch kriegen können.“

Für Düsseldorf bedeutet das Remis den nächsten Dämpfer. Die Mannschaft von Alexander Ende blieb auf Rang 16 und verpasste im Prestigeduell den Befreiungsschlag. Köln klettert auf Platz zwölf.

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