Düsseldorf-Neuzugang Erik Wekesser will bei der Fortuna voll angreifen. Er hat sich bewusst für die Herausforderung in der 3. Liga entschieden.
Fortuna-Neuzugang will spielenWekesser: „Will mich nicht auf die Bank hocken“

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Erik Wekesser will sich bei Fortuna Düsseldorf zum Dauerbrenner entwickeln.

Linksverteidiger Erik Wekesser (29) hatte genug vom Zuschauen. Bei Kaiserslautern fehlte ihm trotz einer aus seiner Sicht guten Vorbereitung die Perspektive auf regelmäßige Einsatzzeiten. Also entschied sich der Abwehrspieler für einen mutigen Schritt: Aus der 2. Bundesliga eine Spielklasse tiefer mitten in den Neuaufbau der Fortuna.
Schon in der vergangenen Saison kam der Neuzugang beim 1. FC Kaiserslautern nicht auf die gewünschte Spielzeit. Er stand nur in sieben Partien auf dem Rasen – oft reichte es nicht einmal für einen Platz im Kader.
Erik Wekesser hatte in Lautern nur die Reservisten-Rolle
Im Sommer wollte er ursprünglich neu angreifen. Es zeichnete sich jedoch ab, dass sich an seiner Situation unter Trainer Torsten Lieberknecht (53) nicht viel ändern würde.
Nach dem Training am Mittwoch erklärte Wekesser: „Natürlich habe ich mir da mehr erhofft, aber das ist Fußball, so läuft das Business. Da muss man den Tatsachen in die Augen schauen.“ Eine weitere Saison ohne regelmäßige Spielzeit wollte er nicht: „Das habe ich dann gemacht, weil es mein Anspruch ist, zu spielen. Ich will mich nicht auf die Bank hocken und hoffen, dass ich Minuten sammeln kann.“
Für den Abwehrspieler kam das Angebot aus Düsseldorf also genau zur richtigen Zeit. Er hat sich bewusst für die Fortuna und die Herausforderung in der 3. Liga entschieden.
Dass das allerdings kein Spaziergang wird, weiß der Neuzugang: „Der Gang in die 3. Liga ist nicht einfach, das haben schon andere Mannschaften erlebt. Ich habe richtig Bock drauf zusammen mit den Jungs zu arbeiten und da rauszukommen.“
In den ersten Tagen seit seiner Ankunft hat er sich schon gut in die Mannschaft integriert. Zur Belohnung gab es beim 1:0-Sieg gegen die Reserve des VfB Stuttgart von Trainer Alexander Ende (46) erste Minuten im Trikot der Rot-Weißen.
Die Entwicklung nach dem XXL-Umbruch sieht der Neuzugang positiv: „Wir sind eine zusammengewürfelte Truppe. Da muss man sich menschlich, aber natürlich auch auf dem Platz, kennenlernen und finden. Damit man Automatismen aufbauen kann. Da sind wir aber auf einem guten Weg.“
Erik Wekesser: „Dann können nur wir als Sieger vom Platz gehen“
Sein größter Konkurrent auf dem Rasen ist Linksverteidiger Sascha Risch (26). Mit dem Neuzugang aus Dresden wird Wekesser in den kommenden Wochen um den Platz in der Startelf kämpfen. Trotzdem betonte der Abwehrspieler: „Der Erfolg der Mannschaft steht über allem.“
Genau diesen Erfolg soll es am besten schon am Sonntag (19.30 Uhr) im Derby gegen Fortuna Köln geben. Bei hitziger Atmosphäre erwartet Wekesser einen harten Brocken: „Solche Spiele sind immer etwas ganz Besonderes. Wir erwarten einen Gegner, der gut und kompakt stehen wird. Sie haben schon eindrucksvoll bewiesen, wie sie auf Konter lauern. Deshalb sind wir gewarnt.“
Er selbst hat in dieser Saison bereits ein besonders hitziges Derby erlebt. Beim Pokalerfolg des FCK gegen Waldhof Mannheim saß er auf der Bank. Nach den heftigen Ausschreitungen feierte er aber den Last-Minute-Sieg vor der eigenen Kurve. Erst in der 120. Minute erzielte Ibrahim Kanate den goldenen Treffer für Kaiserslautern.
Ähnliche Jubelbilder von Wekesser werden sich die Fans auch fürs Wochenende wünschen. Der Abwehrspieler ist allerdings guter Dinge: „Wenn jeder seine Basics auf den Platz bringt und nah an seine 100 Prozent kommt, dann können nur wir als Sieger vom Platz gehen.“

