Fortuna-Ansage vom Boss Allofs: „Im Moment können wir keine Ambitionen anmelden“

Klaus Allofs beim Interview-Termin mit Express mit Showroom der Fortuna

Allofs-Interview-Express

Vier Heimspiele ohne Sieg – das ist nicht der Anspruch von Fortuna Düsseldorf! Das 2:3 gegen Paderborn hat viele Schwachstellen offenbart. Vorstand Klaus Allofs (64) fordert im EXPRESS, dass die Mannschaft endlich anfängt, dazuzulernen.

Düsseldorf. Noch mindestens elf Tage müssen Fortuna-Fans dieses Tabellenbild ertragen: Platz zwölf, minus zwei Tore Differenz. Düsseldorf ist am 5. Oktober 2021 nach neun Spieltagen zur Länderspielpause nur Mittelklasse in der Zweiten Liga.

Warum das so ist, hat man am Samstag beim 2:3 gegen den SC Paderborn sehr gut erkennen können. F95 ist zu naiv. Das gibt auch Klaus Allofs zu. „Naiv oder wild, es gibt viele Formulierungen dafür. Und alle sind schon zutreffend“, sagt der Fußball-Vorstand im Gespräch mit EXPRESS.de. „Es war ein attraktives Spiel mit hohem Unterhaltungswert, aber Ende hält der sich für die Verantwortlichen natürlich in Grenzen, wenn man nicht gewinnt.“

Klaus Allofs will auch die positiven Elemente des Düsseldorfer Spiels hervorheben: Das Drehen der Partie von 0:1 auf 2:1, die Chance von Shinta Appelkamp zum 3:2, das nur durch die Latte verhindert wurde. Aber der erfahrene Fuchs weiß natürlich, dass man sich davon am Ende rein gar nichts kaufen kann. „Wenn wir die Führung geschafft haben, dann müssen wir damit besser umgehen, müssen das besser verteidigen“, sagt Allofs.

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Fortuna Düsseldorf: Christoph Klarer behindert Raphael Wolf

Doch die 2:1-Führung hielt eben gerade mal knapp 180 Sekunden. Felix Klaus verlor den Ball in der Vorwärtsbewegung leichtfertig, Andre Hoffmann war zu weit aufgerückt, Florian Hartherz verlor das entscheidende Kopfballduell und der Pechvogel des Tages, Christoph Klarer, verlor erst Gegenspieler Sven Michel aus den Augen und behinderte dann noch Torhüter Raphael Wolf.

Es kann nicht sein, dass wir dem Gegner solche Chancen bieten.
Klaus Allofs

Allofs fordert: „Da müssen wir uns individuell und als Mannschaft besser verhalten. Es kann nicht sein, dass wir dem Gegner solche Chancen bieten. Gegen einen Gegner wie Ingolstadt geht das noch gut, aber gegen einen Gegner wie Paderborn eben nicht mehr. Da müssen wir einfach cleverer werden, müssen uns besser abstimmen und sauberer in unserem Spiel werden. Da führt kein Weg dran vorbei, da müssen wir auch nichts schönreden. Das haben wir ja schon öfter gesagt.“

Aber Wirkung hat es eben noch nicht gezeigt. Und deshalb ist die Fortuna auch soweit von ihrem eigentlichen Ziel, oben mitspielen zu wollen, entfernt. „Qualitativ haben wir es drin, besser zu sein. Davon bin ich überzeugt“, sagt Allofs. „Es ist weiter unser Anspruch, oben dabei zu sein. Das geht in der Liga aber auch ganz schnell mit zwei Siegen am Stück. Im Moment können wir keine Ambitionen anmelden, dafür müssen wir es einfach besser machen. Da gilt es, die angesprochenen Dinge jetzt einfach abzustellen.“

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