Nach Röttgermann-Aus Haut auch Allofs bald von Fortuna ab?

Vorstand Fortuna Düsseldorf: Klaus Allofs und Vorsitzender Thomas Röttgermann (r.).

Klaus Allofs (l.) und Thomas Röttgermann beim EXPRESS.de-Interview am 7. Januar 2021.

Thomas Röttgermann verlängert seinen Vertrag als Vorstandsboss bei Fortuna Düsseldorf nicht. Der Aufsichtsrat des Fußball-Zweitligisten steht nun unter Zugzwang, sonst ist vielleicht auch bald das Aushängeschild Klaus Allofs weg.

Düsseldorf. Bei Fortuna knallt es mal wieder gewaltig! Der Vorstand zerfällt in seine Einzelteile: Thomas Röttgermann (61) teilte am 8. Januar 2022 mit, seinen Vertrag als Vorstandsvorsitzender im April auslaufen zu lassen. Klaus Allofs (65) ist sauer, könnte ihm möglicherweise folgen. Für Uwe Klein (51) sind die Tage wohl gezählt. Was mit Christian Koke (48) passiert, ist völlig offen.

Mitteilung von Röttgermann nicht abgesprochen

Der neunköpfige Aufsichtsrat unter der Führung von Björn Borgerding und Sebastian Fuchs steht jetzt gewaltig unter Druck! Röttgermann verkündete gestern Morgen überraschend und nicht abgesprochen seinen Abschied: „Nach intensiven Gesprächen mit meiner Familie und Kolleginnen und Kollegen habe ich mich entschlossen, das Angebot des Aufsichtsrates zur weiteren Mitarbeit im Vorstand von Fortuna Düsseldorf nicht anzunehmen.“

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Nach EXPRESS.de-Informationen war das Angebot aber ohnehin noch nicht wirklich konkret. Der Plan des Aufsichtsrates war eigentlich, Fußball-Vorstand Klaus Allofs zum Vorsitzenden zu befördern, Röttgermann womöglich in anderer Funktion im Vorstand zu behalten. Das ging aber nach hinten los: Allofs winkte im Dezember ab, betonte gestern noch einmal: „Ich stehe weiterhin nicht also Vorstandsvorsitzender zur Verfügung.“

Röttgermann schoss zum Abschied noch einmal gegen das oberste Kontrollgremium: „Das mir vom Aufsichtsrat erläuterte Vorstandskonzept hat in mir nicht die Überzeugung auslösen können, dass dies geeignet ist, die anstehenden Herausforderungen, der sich die Fortuna zwangsläufig gegenübersehen wird, zu bestehen.“

Und weiter: „In den vergangenen Wochen und Monaten ist deutlich geworden, dass es offensichtlich sehr schwierig ist, eine breite Meinungs- und Willensbildung im Aufsichtsrat auszulösen und für dringende – auch personelle - Weichenstellungen eine ausreichende, qualifizierte Mehrheit zu erreichen.“

EXPRESS.de weiß: Verhandlungen laufen

Nun muss also eine Alternative her. Allofs fordert „schnell Klarheit“. EXPRESS.de weiß: Es gab bereits parallel Verhandlungen mit Nachfolgekandidaten. Möglicherweise soll noch in dieser Woche der neue Vorstandsboss präsentiert werden.

Von dieser Entscheidung hängt dann wohl auch die Zukunft von Allofs bei Fortuna ab: „Ich kann nicht bestimmen, wer auf dieser Position sitzen wird. Aber: Ich will auch in Zukunft nur in einer Konstellation arbeiten, in der es passt! Wir müssen uns wohlfühlen. Thomas Röttgermann hatte großen Anteil daran, dass ich zur Fortuna gekommen bin. Er hatte den ersten Schritt gemacht, der vorher von Fortuna nie gekommen war. Von daher ist das jetzt erst einmal eine Zäsur!“

Ende von Uwe Klein als Sportvorstand wohl besiegelt

Um Allofs zu halten, wird der Aufsichtsrat ihm wohl nun die alleinige Verantwortung für den sportlichen Bereich übertragen. Das dürfte damit das vorzeitige Ende für Klein als Sportvorstand (Vertrag bis 2023) sein.

Was mit Marketingvorstand Koke passieren wird, dessen Vertrag bald ausläuft, ist auch noch nicht klar. Dem Vernehmen nach plant der Aufsichtsrat einen Dreier-Vorstand, in dem dann eher ein Finanzexperte den dritten Posten bekommen soll.

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