Trotz Last-Minute-Pleite gegen Bremen Diese Fortuna macht Bock auf mehr!

Fortuna Düsseldorf: Trainer Christian Preußer rennt beim Tor zum 2:2 gegen Werder Bremen auf den Rasen.

Völlige Eskalation: Fortuna-Coach Christian Preußer rennt beim Tor zum 2:2 gegen Werder Bremen auf den Rasen.

Fortuna Düsseldorf hat das Top-Spiel der 2. Fußball-Bundesliga verloren. Aber beim bitteren 2:3 gegen Werder Bremen waren für die Düsseldorfer auch viele positive Dinge dabei. EXPRESS zeigt auf, was echt Mut macht.

Düsseldorf. In der vierten Minute der Nachspielzeit rennt ein Mann wie von der Tarantel gestochen auf den Platz. Um ihn herum tobt die Arena. Der Mann ist Fortuna-Trainer Christian Preußer (37), der das erste Mal in seiner jungen Amtszeit so richtig den Emotionen freien Lauf lässt. Khaled Narey hat gerade im Zweitliga-Topspiel das 2:2 für die Düsseldorfer gegen Bundesliga-Absteiger Werder Bremen erzielt. Alles sieht nach Happy End aus, nach einem Punkt für die Moral.

Dass dann ausgerechnet Narey Sekunden später einen Foulelfmeter verursacht, der doch noch zur 2:3-Niederlage führt, sorgt für ein jähes Ende der Feierstimmung. „Heute sind wir echt genervt vom Ergebnis, und das soll auch so sein“, sagt Preußer dann am späten Samstagabend, nicht ohne nachzuschieben, dass die knapp 13.000 Zuschauer dennoch auf ihre Kosten gekommen seien: „Die, die da waren, haben ein cooles Spiel gesehen. Die werden wiederkommen, davon bin ich überzeugt.“

Ich will mir gar nicht vorstellen, was hier los sein kann, wenn mal 40.000 im Stadion sind
Christian Preußer

Und genau dieses Gefühl sollten die Düsseldorfer nun mit in die kommenden Wochen nehmen. Denn ebenso wie beim 2:0-Auftaktsieg in Sandhausen in der Vorwoche war auch im ersten Heimspiel klar zu erkennen, welchen Fußball Fortuna in dieser Saison spielen möchte: Mutigen Angriffsfußball mit Pressing- und Ballbesitzphasen. „Das wollten wir den Fans zeigen, und sie haben uns auch große Energie gegeben. Ich will mir gar nicht vorstellen, was hier los sein kann, wenn mal 40.000 im Stadion sind“, betont Preußer.

Fortuna kam gegen Bremen sehr gut ins Spiel. Im 4-4-2-System gelangen einige der erwünschten frühen Ballgewinne. Allein die Genauigkeit bei Flanken, im Passspiel und im Abschluss fehlten, sonst wäre Fortuna in dieser Phase in Führung gegangen. Das machte Werder besser durch Josh Sargent, der auch später das 2:1 nach Ecke per Kopf erzielte.

Florian Kastenmeier oder Raphael Wolf im Pokal im Tor?

Bei beiden Treffern sah F95-Keeper Florian Kastenmeier nicht gut aus. Spielt also Raphael Wolff im Pokal am kommenden Sonntag in Oldenburg, Herr Preußer? „Das werden wir im Laufe der Woche entscheiden.“

Im Laufe der Woche werden auch die individuellen Leistungen der anderen Spieler noch einmal genau analysiert. Was positiv zu vermerken ist: Fortuna gab zu keinem Zeitpunkt das Bemühen auf, ein Tor zu erzielen.

Der Lohn waren die Ausgleichstreffer durch Rouwen Hennings kurz nach der Halbzeit und eben durch Narey in der Nachspielzeit. Unglücksrabe Narey zeigte nach der Partie direkt, mit welchem Spirit Fortuna jetzt weitermachen sollte: „Wir nehmen mit, dass wir gegen einen Bundesliga-Absteiger die bessere Mannschaft waren.“

Und das, obwohl einige Spieler verletzt fehlten. Marcel Sobottka schaffte es weder in den Kader noch am Sonntagmorgen auf den Trainingsplatz. „Er hat Probleme an den Adduktoren, da müssen wir gucken, wie sich das entwickelt“, erklärt Preußer. Auch Felix Klaus, Andre Hoffmann und Emma Iyoha waren nicht dabei. Bei Shinta Appelkamp und Dragos Nedelcu reichte es nicht für die kompletten 90 Minuten.

Christian Preußer hat "tolles Spiel" von Fortuna Düsseldorf gesehen

Am Sonntagmorgen konnte dann auch Preußer wieder lächeln: „Ich habe das Spiel in Teilen noch mal gesehen. Wir wollen wirklich nichts schönreden. Aber da war schon echt viel von dem dabei, wie wir die Spiele angehen wollen. Wir haben ein tolles Spiel gemacht. Das Ergebnis nervt aber immer noch.

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