Fortuna-Sieg in Sandhausen Hennings-Doppelpack sorgt für Preußer-Traumstart

Fortuna Düsseldorf bejubelt ein Tor in Sandhausen.

Jubel pur: Rouwen Hennings (r.) und Nicklas Shipnoski nach dem Tor zum 1:0.

Besser hätte es für den neuen Coach von Fortuna Düsseldorf nicht laufen können! Christian Preußer (37) feiert mit dem 2:0 (0:0) zum Zweitliga-Auftakt beim SV Sandhausen einen Start nach Maß. Held des Tages ist Torjäger Rouwen Hennings.

Sandhausen. Wie uns überliefert wurde, lief schon vor dem Spiel sehr laute Musik in der F95-Kabine. Nach der Partie dürfte der Volume-Regler noch ein paar Extra-Umdrehungen gemacht haben. Das 2:0 beim SV Sandhausen war kein Glanzstück, aber es war das, was es in der Zweiten Liga eigentlich immer braucht: ein erkämpfter Arbeitssieg - und somit ein perfekter Start für den neuen Trainer.

Preußer spielte vor der Partie den Geheimniskrämer, ließ komplett offen, in welcher Formation und mit welchem Personal er spielen lassen würde. Und was kam? Das Erwartbare, keine Überraschung. Der Berliner ließ genau die Elf im 4-3-3 spielen, die auch beim letzten Härtest gegen das belgische Leuven (3:0) auflief. Das bedeutete: In Abwesenheit von Kapitän Adam Bodzek trug Stellvertreter Marcel Sobottka die Binde.

Und die Düsseldorfer gingen mit Volldampf in die Partie. Die ersten 10 Minuten dominierten die Rot-Weißen und hätten durch einen Kopfball von Christoph Klarer (3.) nach einer Ecke auch direkt in Führung gehen können. In der Drangphase kam auch Kristoffer Peterson zwei Mal zum Abschluss.

Das honorierten auch die Zuschauer: Denn: Unter den 3454 Zuschauern im Hardtwaldstadion im beschaulichen Sandhausen waren auch deutlich einige Fortunen zu hören. Dabei hatte der SVS alles gegeben, das zu verhindern, blockte jegliche Ticket-Anfrage aus einem Postleitzahlenbereich mit einer 4 vorne ab. Doch Fortuna-Anhänger gibt es eben überall in Deutschland verteilt...

Nach den ersten zehn Minuten kamen dann aber die Hausherren, die acht Zugänge in der Startelf aufgeboten hatten, besser ins Spiel. Besonders der aus Aue gekommene Pascal Testroet stellte die Fortuna-Abwehr ein ums andere Mal vor Rätsel. Glück, dass bei einem seiner Abschlüsse die Latte rettete (43.) - Florian Kastenmeier war noch am Ball.

Fußball: 2. Bundesliga, SV Sandhausen - Fortuna Düsseldorf, 1. Spieltag, Hardtwaldstadion. Düsseldorfs Trainer Christian Preußer gestikuliert. +++ dpa-Bildfunk +++

Engagiert an der Seitenlinie: der neue Fortuna-Trainer Christian Preußer.

Bei den Düsseldorfern sah man das Spielkonzept, was vor allem auch auf schnelle Konter nach Ballgewinn ausgerichtet war, allerdings war noch Vieles zu unpräzise. Erst in der Nachspielzeit der ersten Hälfte kam der eingewechselte Nicklas Shipnoski zur nächsten F95-Chance per Kopfball.

Wieder der Kopf - Sorgen um Felix Klaus

"Schippi" kam kurz vor der Pause für Felix Klaus ins Spiel. Klaus wurde von Oumar Diakhite böse umgerannt und fiel auf den Hinterkopf. Der Außenstürmer musste behandelt werden, wollte auch weitermachen, doch Teamarzt Ulf Blecker sah ihm an, dass er nicht voll bei Sinnen war und nahm in aus der Partie. Sehr umsichtig, da Klaus bereits im Trainingslager mit einer leichten Gehirnerschütterung ausgefallen war.

Nach der Pause war es wieder Shipnoski, der zwei Mal für Gefahr sorgte. Bei der ersten Szene agierte er aber noch unglücklich, als er den Ball nach Peterson-Flanke nicht im Tor unterbrachte. Doch zwei Minuten später war sein Einsteigen erneut nach Peterson-Flanke entscheidend: Der Ball trudelte vor die Füße von Rouwen Hennings, der mit nicht lange fackelte und mit seinem schwächeren rechten Fuß die 1:0-Gästeführung besorgte (56.) - sehr zur Freude der Inkognito-Fortunen im Stadion.

Doppel-Foul an Kristoffer Peterson und Shinta Appelkamp

Hatte Diakhite beim Foul an Klaus noch Glück, verließ es ihn in der 62. Minute. Im eigenen Strafraum brachte er erst Peterson dann Shinta Appelkamp zu Foul - Schiedsrichter Thorben Siewer zeigte auf den Punkt. Und Hennings ließ sich die Chance zum Doppelpack nicht nehmen - 2:0.

Nach dem erarbeiteten Zwei-Tore-Polster zog sich Fortuna etwas zurück, ließ Sandhausen kommen. Bis auf einen Kopfball von Jannik Bachmann ließ Fortunas Defensivabteilung aber nichts zu. Am Ende hätte der eingewechselte Dawid Kownacki sogar noch das 3:0 nachlegen können: Er köpfte nach "Schippi"-Flanke aber nicht präzise genug.

Interessantes Schmankerl in der Schlussphase: Sobottka übergab an Adam Bodzek, nach dessen Einwechslung, direkt die Kapitänsbinde.

Erstes Heimspiel am Samstag gegen Werder Bremen

Somit sind die ersten drei Punkte im Sack, Preußer wird aber auch noch genug Stellschrauben gefunden haben, an denen er bis zum ersten Heimspiel am kommenden Samstag gegen Werder Bremen (20.30 Uhr, live bei Sport1) drehen kann.

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