Die Freude über die Bundesliga-Rückkehr ist gewaltig, aber abseits des Rasens bahnt sich für Schalke 04 eine ernste Finanzkrise an. Die Furcht macht sich breit!
Strafe für die Knappen?Finanz-Chaos lässt Schalke-Bosse zittern

Copyright: IMAGO/Funke Foto Services
Beim FC Schalke 04 brodelt es mal wieder bedrohlich.
Endlich wieder Bundesliga-Luft auf Schalke nach vier quälenden Jahren. Die Anhänger sind aus dem Häuschen, doch im Hintergrund zieht ein finanzieller Sturm auf.
Die Bilanz ist alarmierend: Ausgaben für Neuzugänge in Höhe von 2,7 Millionen Euro stehen Einnahmen von lediglich 300.000 Euro gegenüber. Die Uhr tickt, denn diese Schieflage muss bis zum Transferschluss schleunigst korrigiert werden.
Wachsende Unruhe: Hat man sich verzockt?
Andernfalls könnten die Folgen verheerend sein. Ein Minus in der Bilanz ist für den Verein tabu, weil dadurch das negative Eigenkapital noch weiter wachsen würde. Im Extremfall droht eine Punktstrafe für die Spielzeit 2027/2028 – ein Albtraum-Szenario für den Revierklub. Das berichtet „SPOX“.
Es überrascht kaum, dass die Anspannung im Verein zunimmt. Es werden sogar Zweifel an der Vorgehensweise von Schalke-Sportvorstand Frank Baumann laut. Wäre es klüger gewesen, bereits im Juni erste Offerten für Akteure zu akzeptieren? Diese lagen zwar unter dem gewünschten Preis, hätten aber für dringend benötigte Liquidität gesorgt. Mittlerweile ist die missliche Lage der Gelsenkirchener in ganz Europa bekannt, was die Position bei Verhandlungen extrem verschlechtert und die Gebote noch schlechter werden lässt.
Mehr News für dich
Kollegen bei den Fans
WM-Star dampft ganz alleine ab
Vor allem zwei Personalien rücken in den Mittelpunkt: Angreifer Moussa Sylla (26) stand bereits im Winter vor einem Transfer in die MLS zum New York City FC, der Wechsel scheiterte aber kurz vor Abschluss. Aktuell fehlt es an adäquaten Offerten für ihn.
Parallel dazu könnte der Verein unter Zugzwang geraten, das große Talent Adil Aouchiche (24) abzugeben, dessen bis 2027 gültiges Arbeitspapier man eigentlich ausdehnen möchte. Die Not, einen der beiden Stars zu Geld zu machen, steigt von Tag zu Tag.
Die Ironie der gesamten Lage: Die sportliche Leitung bei Schalke plant eigentlich, die Mannschaft weiter zu verbessern. Im Fokus stehen dabei Andreas Houtondji (Brentford) und Amario Cozier-Duberry (Brighton), zwei Akteure aus der kostspieligen englischen Premier League. Ein Schnäppchen wird keiner von beiden sein, was die finanzielle Notlage zusätzlich verschärft. (red)

