Das hatten sich Roberto De Zerbi und Mikey Moore ganz anders vorgestellt: In der Premier League gibt’s eine deutliche Auftaktpleite.
Böser FehlstartTrainer kritisiert FC-Leihkandidat: „Viele Fehler“

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Mikey Moore kassierte zum Auftakt der Premier League mit Tottenham eine herbe Pleite beim FC Brentford.

Nach der vergangenen Albtraum-Saison will Tottenham Hotspur auch dank einiger richtig teurer Neuzugänge in der Premier League wieder durchstarten. Doch der Auftakt ging für Roberto De Zerbi und sein Team gehörig daneben.
Beim FC Brentford verloren die Spurs am Samstag völlig verdient mit 0:3. Mikey Moore, Kandidat für eine Leihe beim 1. FC Köln, stand in der Startelf. Für die Gastgeber trafen Keane Lewis-Potter (12.), der gebürtige Hamburger und ehemalige deutsche U21-Nationalspieler Vitaly Janelt (33.) sowie Michael Kayode (49.) Brentford verschoss zudem noch einen Elfmeter (54.).
De Zerbi entschuldigt sich bei Tottenham-Fans
Moore (19) hatte in der zweiten Halbzeit zwei der wenigen nennenswerten Chancen für die Gäste, ließ aber jeweils die nötige Konsequenz vermissen.
Von seinem Trainer, der ihn am Freitag für seine Vorbereitung noch ausdrücklich gelobt hatte, musste sich ausgerechnet der Youngster öffentliche Kritik anhören. Allerdings nicht wegen der verpassten Torchancen, sondern wegen seines Verhaltens beim Pressing. „Wir haben beim Timing im Pressing mit Mikey Moore viele Fehler gemacht“, sagte der Italiener nach dem Spiel. „Wir kamen zu oft zu spät und haben zu viele Zweikämpfe verloren.“
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Für die Pleite bat De Zerbi die Fans ausdrücklich um Entschuldigung: „Wir haben viele neue Spieler. Wir wussten, dass wir eine Seele und einen Spielstil brauchen, um ein Team zu werden. An Seele hat es heute nicht gemangelt, aber wir haben nicht auf die richtige Art gekämpft.“
Tottenham hat auf dem Transfermarkt bereits mehr als 250 Millionen Euro ausgegeben. Doch auch die mega-teuren Neuzugänge Sandro Tonali, Mateus Fernandes und Jan Paul van Hecke konnten beim Liga-Auftakt nicht überzeugen.
Und De Zerbi will noch mehr: Savinho, Omar Marmoush und Cody Gakpo sollen allesamt noch kommen, wenn es nach dem Italiener geht. Beim brasilianischen Flügelspieler besteht englischen Medienberichten zufolge bereits eine vollständige Einigung mit Manchester City. Am Ende der Transferphase könnten die Nordlondoner, die in der vergangenen Saison erst am letzten Spieltag den Abstieg verhindert hatten, mehr als 400 Millionen Euro in den neuen Kader investiert haben.
An den Offensiv-Transfers hängt dem Vernehmen nach auch noch die Leihe von Moore zum FC, für die De Zerbi bislang kein grünes Licht gegeben hat – trotz grundsätzlicher Einigung zwischen den beiden Klubs und dem Spieler.
Moore, vergangene Woche im Testspiel gegen die TSG Hoffenheim noch der gefeierte Mann, blieb gegen Brentford den Beweis schuldig, dass er schon für die Premier League bereit ist. In einer schwachen Spurs-Elf stach der Youngster aber auch nicht negativ heraus.
Am Mittwoch steht für die Spurs bereits das nächste Pflichtspiel auf dem Programm. Im League Cup empfängt Tottenham Charlton Athletic.

