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Konzern bestätigtMilliardär und HSV-Mäzen Klaus-Michael Kühne gestorben

Klaus-Michael Kühne ist im Alter von 89 Jahren verstorben.

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Klaus-Michael Kühne ist im Alter von 89 Jahren verstorben.

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Klaus-Michael Kühne, einer der mächtigsten Wirtschaftsbosse Deutschlands, ist im Alter von 89 Jahren gestorben.

Klaus-Michael Kühne, einer der mächtigsten Wirtschaftsbosse Deutschlands, ist im Alter von 89 Jahren gestorben. Das bestätigte der Konzern Kühne + Nagel am Montagvormittag (24. August).

Demnach sei der Manager in der Nacht zu Montag in Schindellegi (Schweiz) verstorben. „Die Nachricht vom Tod von Klaus-Michael Kühne macht uns alle tief betroffen“, sagte Stefan Paul, CEO der Kühne+Nagel International AG. Zuvor hatte das „Manager Magazin“ unter Berufung auf das familiäre Umfeld berichtet.

Glühender HSV-Fan Kühne soll rund 100 Mio Euro in Klub gesteckt haben

Geboren wurde Kühne am 2. Juni 1937 in Hamburg. Der Milliardär unterstützte seinen Lieblingsklub, den Hambuger SV, in den vergangenen Jahren immer wieder finanziell und stopfte damit Löcher in den leeren Kassen der Hanseaten.

Insgesamt soll Kühne über die Jahre rund 100 Millionen Euro in den HSV gesteckt haben, zeitweise hielt der Manager über 20 Prozent an der ausgegliederten HSV Fußball AG. Zuletzt erwarb Kühne auch die Namensrechte am HSV-Stadion, so dass die Arena wieder Volksparkstadion heißen konnte.

Mit Kühne verliert der HSV eine seiner prägendsten, aber zugleich auch umstrittensten Persönlichkeiten seiner jüngeren Vereinsgeschichte. Immer wieder mischte sich der meinungsstarke Milliardär in das Tagesgeschäft ein, dadurch machte sich Kühne bei den handelnden Personen im Klub und bei den Fans nicht nur Freunde. Legendär ist ein Spruch zur Personalpolitik geworden.

„Der HSV ist ein Phänomen, weil die Luschen immer hier hängen bleiben“, hatte Kühne einmal gesagt und Ex-Stürmer Pierre-Michel Lasogga als „gutes Beispiel“ angeführt: „Ich weiß gar nicht, ob ich an ihm beteiligt war: Musste der nach einer halben guten Saison mit einem Fünfjahresvertrag und einem Jahresgehalt von über drei Millionen Euro ausgestattet werden? Das war Harakiri, der Flop des Jahrhunderts.“

Kühne-Holding hält Anteile an Lufthansa, Hapag-Lloyd und Flix

Über Jahre galt Kühne als mächtiger Unterstützer, dessen Engagement dem Klub in wirtschaftlich und sportlich turbulenten Zeiten wichtige Handlungsspielräume verschaffte. Zuletzt wurde es beim HSV aber ruhiger um Kühne, auch aus finanzieller Sicht: „Ich bin etwas frustriert und werde wesentlich zurückhaltender sein als bisher. Ich war einfach zu unkritisch.“

In den 70er Jahren siedelte Kühne das Unternehmen von Hamburg in die Schweiz über. In den 90er Jahren gründete Kühne die Kühne Holding, mittels der er in eine ganze Reihe namhafter Unternehmen investierte.

Seine Holding hält unter anderem Anteile an der Lufthansa, der Reederei Hapag-Lloyd und dem Bahn- und Busunternehmen Flix. Er hatte das Familienunternehmen Kühne + Nagel ab den 1960er Jahren zu einem weltweit führenden Logistikdienstleister im Luft- und Seefrachtverkehr ausgebaut. (sid/AFP)

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