Rangnick über Nagelsmann-Wechsel „Hätte nicht zugestimmt und Bayern noch aus der Patsche geholfen“

Julian Nagelsmann und Ralf Rangnick nehmen sich in den Arm

Julian Nagelsmann (l.) und Ralf Rangnick am 31. Oktober 2018 beim DFB-Pokalspiel der TSG Hoffenheim bei RB Leipzig.

Julian Nagelsmann wechselte im vergangenen Sommer von RB Leipzig zum FC Bayern. Ralf Rangnick, Ex-Trainer und -Sportdirektor bei RB, hätte diesen Wechsel nicht zustande kommen lassen.

München. Von 2012 bis 2019 war Ralf Rangnick (63) der starke Mann bei RB Leipzig, egal ob als Trainer, Sportdirektor oder gar in Doppelfunktion. Der 63-Jährige hat den Brauseklub von der Regionalliga bis in die Champions League geführt.

Dass sein Ex-Klub Erfolgstrainer Julian Nagelsmann (34) im Sommer zum FC Bayern hat ziehen lassen, stößt Rangnick, der seit Sommer 2021 Sportlicher Leiter bei Lokomotiv Moskau ist, sauer auf. In der DAZN-Sendung „Decoded“ sagte er zum Wechsel des noch immer jungen Trainers: „Ich hätte diesem Wechsel ganz sicher nicht zugestimmt und dem FC Bayern auch noch aus der Patsche geholfen.“

Ralf Rangnick hätte Julian Nagelsmann nicht zum FC Bayern gehen lassen

Bis zu 23 Millionen Euro haben sich die Bayern die Dienste von Nagelsmann kosten lassen, noch nie wurde im Fußball mehr für einen Übungsleiter bezahlt.

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Trotz der immens hohen Summe für einen Trainer hätte Rangnick, wäre er noch in Leipzig tätig gewesen, dem Wechsel einen Riegel vorgeschoben: „Wenn man eine Situation hat, in der der größte Konkurrent in Deutschland plötzlich in Not gerät, was die Trainerfrage betrifft – ich unterstelle jetzt mal, wenn es etwas gibt, das RB jetzt nicht unbedingt gebraucht hätte, dann ist es Geld – hätte ich diesem Wechsel ganz sicher nicht zugestimmt und dem FC Bayern auch noch aus der Patsche geholfen. Ich hätte ganz klar, auch noch zu einem früheren Zeitpunkt gesagt: ‚Pass auf Julian, auf gar keinen Fall, wir haben hier noch eine spannende Zeit vor uns und du bleibst‘!“

Julian Nagelsmann: „Dann machst du dir erstmal Gedanken“

Nagelsmann folgten im Sommer dann auch noch RB-Abwehrchef Dayot Upamecano (22) und Leipzig-Kapitän Marcel Sabitzer (27) nach München – ein harter Schlag für die Sachsen, die unter dem neuen Trainer Jesse Marsch in der laufenden Saison in neun Pflichtspielen erst drei Siege feiern konnten.

Der neue Bayern-Coach über seinen Wechsel: „Wenn du einen Anruf bekommst, dass Bayern München dich gerne als Trainer hätte, dann machst du dir erstmal Gedanken: Wer war alles vor dir da, wer war in der jüngsten Vergangenheit da.“

Am Mittwochabend (29. September 2021, 21 Uhr/DAZN) spielen die Bayern in der Champions League in Gruppe E gegen Dynamo Kiew. Am ersten Spieltag der Königsklasse gewann der deutsche Rekordmeister mit 3:0 beim FC Barcelona. (tsc)

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