Es geht um Thomas MüllerNächster Zoff! Matthäus kritisiert Bayern-Boss scharf: „War nicht ganz so clever“

Thomas Müller (FC Bayern) reagiert auf dem Platz.

Bayern Münchens Angreifer Thomas Müller am 13. Mai 2023 beim Sieg über Schalke. 

Nächster Zoff zwischen dem FC Bayern München und Chefkritiker Lothar Matthäus. Nachdem der Rekordnationalspieler Oliver Kahn kritisiert hatte, ist es nun Präsident Herbert Hainer.

Die Kritik geht weiter! Rekordnationalspieler Lothar Matthäus (62) hatte im April 2023 rund um die Entlassung von Julian Nagelsmann beim FC Bayern Vorstandsboss Oliver Kahn (53) der Lüge bezichtigt. Es folgte ein längerer, öffentlicher Zoff.

Jetzt gibt es den nächsten Wirbel Mitte Mai 2023: Diesmal kritisiert „Loddar“ Bayern-Präsident Herbert Hainer (68) für dessen vermeintliche Einmischung in die Aufstellung. Es geht um Thomas Müller (33).

FC Bayern: Lothar Matthäus schießt gegen Herbert Hainer

„Dass sich der Bayern-Präsident einmischt und öffentlich der Meinung ist, dass das 1:0 von Thomas gezeigt habe, wie unverzichtbar er sei, war nicht ganz so clever“, schrieb der 62-Jährige in seiner Sky-Kolumne.

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Hainer hatte Müller (33) nach dem Sieg gegen Schalke 04 (6:0) am 13. Mai 2023 als „unverzichtbar“ bezeichnet. „Der Präsident sollte dem Trainer nicht öffentlich in die Aufstellung reden. Das gehört nicht zu seinem Job und ist schon wieder ein Fass, dass unnötig aufgemacht worden ist. Generell hat natürlich der Cheftrainer selbst diese Baustelle eröffnet und muss sie jetzt Woche für Woche irgendwie moderieren“, schrieb Matthäus, der zuletzt auch schon mehrfach mit Hainer aneinandergeraten war.

Für Müller, der zuletzt häufig nicht mehr zur Startelf von Thomas Tuchel gehört hatte, fand Matthäus derweil lobende Worte. „Thomas ballt die Faust in der Tasche und macht jetzt gute Miene zum bösen Spiel. Das zeigt Größe, Fairness gegenüber den Kollegen und Sportsgeist. Auch deshalb lieben ihn die Fans. Enttäuscht und sauer wird er trotzdem sein, dass er in einigen ganz wichtigen Spielen keine Rolle eingenommen hat“, so Matthäus.

Weiter schreibt Matthäus über Müller: „Ich sehe keinen in dieser Mannschaft, der diese Ausstrahlung, dieses Anführer-Gen in sich hat.“ Deshalb ist er auch sicher, dass Müller am Samstag, 20. Mai, 18.30 Uhr, im Spitzenspiel in der Startaufstellung der Bayern stehen wird: „Auf einen Thomas Müller kann man in den wichtigsten Partien der Saison, wie gegen Manchester City oder am Samstag gegen Leipzig, nicht verzichten. Manchmal muss man als Trainer auch gegen seine Überzeugung aufstellen, und zwar dann, wenn es darum geht, kurzfristig ein Ziel zu erreichen. Im Falle von Bayern München ist es die Deutsche Meisterschaft. Es wäre übrigens die Zwölfte von Müller. Wenn also einer weiß, wie es geht, dann er.“

Matthäus weiter: „Wenn Tuchel Müller am Samstag gegen Leipzig draußen lässt und die Bayern nach dem 33. Spieltag weniger Punkte auf dem Konto haben als Borussia Dortmund, wird die Stimme des Volkes, der Fans und der Bosse sehr laut werden. Und ich glaube nicht, dass sich Tuchel das antun möchte.“ (ubo, sid)