Nach einem Jahr beim FC Bayern steht Jonas Urbig bereits bei 19 Einsätzen für den Rekordmeister, hofft auf die langfristige Rolle als Nummer eins. Doch nicht jeder Experte glaubt daran.
Experten diskutieren über UrbigKahn legt sich fest: „Das sagt wahnsinnig viel aus“
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Jonas Urbig (22) ist beim FC Bayern München nur die Nummer zwei, diskutiert wird über den talentierten Schlussmann aber schon jetzt mehr als über die meisten Stammtorhüter in der Bundesliga.
19 Spiele absolvierte der vor einem Jahr vom 1. FC Köln verpflichtete Keeper, im Idealfall kommen als langfristiger Nachfolger von Manuel Neuer (39) in den nächsten Jahren Hunderte hinzu. Noch diskutieren die Experten allerdings, wie wahrscheinlich dieses Szenario ausfällt.
Jonas Urbig mit starker Antwort auf Augsburg-Patzer
In der Bundesliga hatte Urbig am vergangenen Wochenende entscheidend gepatzt und damit die erste Saison-Pleite der Bayern gegen den FC Augsburg (1:2) eingeleitet.
Der frühere Bayern-Star Dietmar Hamann (52) legte sich daraufhin bereits gnadenlos fest und urteilte: „Ich glaube nicht, dass Urbig bei den Bayern mal die Nummer eins werden wird.“
Andere Fachleute hielten in den vergangenen Tagen dagegen, noch bevor Urbig auf das schwache Spiel gegen Augsburg mit einem hervorragenden Auftritt in der Champions League antwortete. Beim 2:1-Sieg in Eindhoven wurde er sogar zum Spieler des Spiels gewählt.
Eindrücke, die den Fähigkeiten von Urbig deutlich eher gerecht werden als die Augsburg-Panne, befand am Donnerstag (29. Januar 2026) Bayern-Legende Oliver Kahn (56). Der langjährige Nationaltorhüter sprach im Sky-Talk „Triple“ über die Zukunfts-Aussichten im Tor des Rekordmeisters.
„Super! Das sagt wahnsinnig viel aus“, schwärmte Kahn von Urbigs Eindhoven-Spiel, bei dem er mentale Stärke bewiesen und sich umgehend rehabilitiert habe: „Wenn du jung bist, einen Fehler machst und danach spielst, als wäre nichts gewesen – dann zeigt das, dass er die innere mentale Stabilität hat.“
Urbig lasse dabei immer wieder seine Qualitäten aufblitzen und dränge sich für weitere Einsätze auf. „Eines ist auffällig bei ihm: In den Spielen, in denen er ran darf, spielt er nicht nur mit, sondern hält hier und da ein paar überragende Bälle.“
Die aktuellen Eindrücke sprechen seiner Meinung nach zwar für Urbig, der Blick zurück macht Kahn aber skeptisch: „Die Vergangenheit zeigt – das muss man schon anmerken –, wer immer beim FC Bayern nach so einer überragenden Torwart-Ära gekommen ist, hat es nie so richtig geschafft.“
Urbig habe es daher „statistisch schwer“, das grundsätzliche Können sei allerdings vorhanden. Die Rückfrage von Moderator Riccardo Basile (34), ob Urbig in München das Zeug zur Nummer eins habe, beantwortete Kahn klipp und klar: „Ja, absolut!“


