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„Wenig erzählen, viel liefern“Kwasniok-Ansage wegen Ruckel-Position

Eric Martel im Duell mit Denis Huseinbasic.

Eric Martel und Denis Huseinbasic kämpfen im Training des 1. FC Köln um den Ball.

Der 1. FC Köln trifft in der Bundesliga auf den VfL Wolfsburg. Dabei stellt sich wie vor fast jedem Spiel, die Frage, wer dabei im Zentrum aufläuft. Lukas Kwasniok hat noch nicht die perfekte Konstellation gefunden.

Es ist wie vor fast jedem Spiel in den vergangenen Wochen und Monaten die große Frage beim 1. FC Köln: Wer besetzt gegen den VfL Wolfsburg das Zentrum? Denn obwohl Lukas Kwasniok im Vergleich zur Innenverteidigung regelmäßig aus dem Vollen schöpfen kann, hat er seine Wunsch-Kombination noch nicht gefunden.

Anders sind die vielen Wechsel im Mittelfeld nicht zu erklären. Auf der Sechs bzw. der Acht konnte bislang keiner nachhaltig überzeugen. Jeder Einzelne, egal ob Eric Martel, Isak Johannesson, Denis Huseinbasic oder Tom Krauß, hat mit Formschwankungen zu kämpfen.

Kwasniok: „Einer ist näher dran als der andere“

Das trifft aktuell vor allem auf Johannesson zu. Der Isländer wurde im Sommer für teures Geld als sogenannter „Box-to-Box-Spieler“ verpflichtet, der hinten abräumt und vorne die Angriffe einleitet. Das klappte die ersten Wochen auch nach Plan, bis Weihnachten stand der Zugang von Fortuna Düsseldorf in zwölf von 15 Bundesliga-Spielen in der Startelf. Doch seitdem hat der den Faden verloren.

In Heidenheim kam er erstmals überhaupt nicht zum Einsatz, gegen Bayern und Freiburg reichte es nur zu Joker-Einsätzen. Gegen Mainz musste er nach schwacher erster Halbzeit zur Pause raus.

Für Denis Huseinbasic läuft das neue Jahr ebenfalls noch nicht rund. Seit seiner schwachen ersten Halbzeit in Heidenheim kam er – auch krankheitsbedingt – nicht mehr zum Einsatz. In Summe stand er sogar rund 400 Minuten weniger auf dem Feld als Johannesson. Beide kämpfen aktuell um den Anschluss. Dazu sagt Lukas Kwasniok: „Der eine ist näher dran als der andere.“

Dabei verriet der Coach nicht, wer gemeint ist, ergänzte lediglich: „Das ist ein dauerhafter Wettbewerb. Ich bewerte sehr gerne Trainingsleistungen, auch die Körperhaltung und das Engagement. Das kann ich nicht immer sofort wieder mit Startelfeinsätzen belohnen, aber vielleicht die Woche drauf. Es gibt immer nur eine Möglichkeit bei mir: wenig erzählen und viel liefern. Das hat schon immer geholfen.“

Das beweist Tom Krauß, der sich mit harter Arbeit und guten Joker-Auftritten aus dem zweiten Glied in die Pole Position auf der Sechs manövriert hat. Die Leihe aus Mainz hat aktuell die besten Karten bei Kwasniok, erhielt in Freiburg sogar den Vorzug vor Platzhirsch Eric Martel, der im Moment von der ungeklärten Zukunftsfrage abgelenkt zu sein scheint.

Der ehemalige Kapitän der U21-Nationalmannschaft saß im Breisgau erstmals in dieser Saison zu Beginn auf der Bank. Obwohl Martels Dienste in der Abwehr nicht mehr gebraucht werden, beorderte Kwasniok statt ihm lieber Jakub Kaminski auf die ungewohnte Sechs. Ein deutliches Zeichen, dass der Coach derzeit nicht zufrieden mit der Leistung ist.

Und so darf man gespannt sein auf die Aufstellung gegen die „Wölfe“. Was das betrifft, ist Kwasniok ohnehin unberechenbar. Nach dem Motto: Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern.

So könnte der FC spielen: Schwäbe – Sebulonsen, van den Berg, Cenk, Castro-Montes – Kaminski, Johannesson, Krauß, Maina – Ache, Bülter

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