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Wölfe wollen in Köln beißenEx-Kölner mit Sonderrolle gegen den FC?

Ex-FC-Spieler Yannick Gerhardt

Könnte in Köln am Freitag als Linksverteidiger auflaufen: Ex-FC-Spieler Yannick Gerhardt

Der frühere FC-Profi wurde im Training der Wolfsburger als Linksverteidiger getestet und könnte ausgerechnet Aaron Zehnter verdrängen, an dem Köln im Sommer interessiert war.

Der VfL Wolfsburg reist mit der vollen Kapelle nach Köln! Ausfälle gibt es im Kader von Trainer Daniel Bauer keine, wie der 43-Jährige auf der Pressekonferenz der Wölfe vor dem Spiel gegen den FC hervorhebt.

Und doch gibt es beim kriselnden VW-Klub so einige Überlegungen gegen den 1. FC Köln, am Freitagabend (30. Januar, ab 20.30 Uhr im Liveticker auf EXPRESS.de) etwas zu verändern.

Spielt Yannick Gerhardt in Köln auf ungewohnter Position?

Insbesondere die Abwehr nimmt der Coach bei seinen Überlegungen in die Kritik: „Wir haben zuletzt deutlich zu viele Gegentore kassiert und zu viele individuelle Fehler gemacht, machen uns dadurch das Leben selber schwer.“

17 Gegentore aus den letzten fünf Bundesliga-Partien machen Bauers Sorgen mehr als deutlich. Daher mache sich der Trainer Gedanken über Alternativen, „um als Team insgesamt stabiler dazustehen“.

Die Idee gegen Köln: Beide Außenverteidiger-Positionen könnten mit defensiveren Spielern bekleidet werden. „Die Gedanken kreisen“, so Bauer, weshalb er verschiedene Varianten im Training getestet habe.

Deshalb war unter der Woche der frühere FC-Profi Yannick Gerhardt auf dem Trainingsplatz als Linksverteidiger zu sehen. Auf der rechten Seite dürfte Kilian Fischer den Vorzug bekommen und Sael Kumbedi verdrängen.

Gerhardt, der zumeist als defensiver Mittelfeldspieler agiert, ist die Rolle nicht fremd. Doch der Linksfuß hat sie seit längerer Zeit nicht ausgefüllt.

Pikant: Gerhardt würde gegen Köln ausgerechnet Aaron Zehnter verdrängen, an dem der FC im Sommer noch interessiert war, nachdem der Spieler in Paderborn erfolgreich mit Kölns Trainer Lukas Kwasniok zusammengearbeitet hat.

Die Auftritte von Zehnter, für den die Wolfsburger dem Vernehmen nach 4,5 Millionen Euro überwiesen haben, waren zuletzt aber wenig überzeugend. Die offensive Interpretation der Position passt womöglich nicht mehr zur brisanten Situation der Wolfsburger.

Daniel Bauer: „Wir werden gegen Köln ein anderes Gesicht zeigen“

Denn die kommen mit 19 Punkten als Tabellenzwölfter nach Köln. Der FC steht mit 20 Punkten auf Rang zehn und wird alles daran setzen, die Tabellenverhältnisse nicht umzukehren.

Doch genau das will Bauer natürlich schaffen: „Wir müssen galliger werden, konsequenter in den Zweikämpfen agieren. Wir haben viele Gespräche mit den Spielern geführt und werden morgen ein anderes Gesicht zeigen. Da bin ich total von überzeugt.“