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„Wir haben eine Verantwortung“ Oliver Kahn spricht über Süle-Abgang, Neuzugänge, Geisterspiele und DAZN

Oliver Kahn vom FC Bayern steht am Spielfeldrand.

Bayerns Vorstands-Vorsitzender Oliver Kahn (hier am 17. Dezember 2021) sprach über den Süle-Abschied.

Mit Niklas Süle verlässt ein weiterer Nationalspieler den FC Bayern München ablösefrei. Vorstandsboss Oliver Kahn äußert sich zu dem Fall und den weiteren Personalplanungen beim Rekordmeister.

Eigentlich wollten auch die Bosse des FC Bayern München die kurze Bundesliga-Pause nutzen, um in Ruhe ihre Arbeit zu erledigen. Nach der Verkündung von Nationalspieler Niklas Süle (26), den Rekordmeister im Sommer nach Ablauf seines Vertrages ablösefrei zu verlassen, sahen sich die Verantwortlichen jedoch genötigt, Stellung zu beziehen.

Am Mittwoch (26. Januar 2022) sprach Bayerns Vorstandsvorsitzender Oliver Kahn (52) daher über...

...den Süle-Abgang: „Die Verhandlungen mit Niklas haben sich eine sehr lange Zeit hingezogen. Wir haben ihm ein sehr, sehr gutes Angebot gemacht. Das hat er nicht angenommen. Er möchte am Saisonende den Verein verlassen. Wir haben eine gewisse Verantwortung, was die Angebote angeht. Wir müssen uns an gewisse Rahmenbedingungen halten. Das hat sich im Laufe der letzten Tage so ergeben.“

...die Lücke, die Süle hinterlässt: „Er war in letzter Zeit solide und spielte mit Selbstvertrauen. Das brauchen wir noch für den Rest dieser Saison von ihm. Aber wir haben gewisse wirtschaftliche Grenzen. Er gehört zu den besten Innenverteidigern, die es gibt. Diese Wertschätzung haben wir ihm immer entgegengebracht. Wir haben lange Gespräche geführt, die sind über Wochen und Monate gegangen. Manchmal kommt man einfach nicht zu einer Einigung, es passiert.“

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...die merkwürdigen Aussagen von Präsident Herbert Hainer am Sonntag: „Ich glaube, Herbert Hainer wollte eine kleine Hintertür für Niklas Süle offen lassen. Jetzt wissen wir, wie die Situation ist. Irgendwann hat der Spieler seine Entscheidung getroffen.“

...mögliche Süle-Ersatzkandidaten: „Wir schauen uns immer alle Optionen an. Wir haben viele Optionen, wenn es um diese Position geht. Wir haben Lucas Hernández, einen exzellenten Innenverteidiger in Upamecano, ein Talent in Nianzou. Pavard kann dort auch spielen. Gehen Sie davon aus, dass wir uns auch mit anderen Spielern beschäftigen.“

Oliver Kahn: „Beschäftigen uns auch mit anderen Spielern“

...ablösefreie Abgänge: „Das Problem hat der FC Bayern nicht exklusiv. Das bringt auch die Pandemie mit sich. Auf der anderen Seite gibt es wieder Chancen. Wir haben Möglichkeiten, auch an ablösefreie Spieler heranzukommen. Der FC Bayern ist ein hochattraktiver Verein. Ich denke, dass die aktuelle Situation für uns mehr Chancen als Risiken birgt.“

...die Zukunft von Corentin Tolisso: „Es ist erstaunlich, auf welchem Leistungsniveau er jetzt Fußball spielt. Er hat gezeigt, wozu er fähig ist. Nichts kann uns besser passieren, als wenn Spieler Höchstleistungen zeigen und wieder an die Spitze ihres Spiels kommen.“

Oliver Kahn: „Lewandowski ist fast eine Versicherung für uns“

...eine Vertragsverlängerung mit Robert Lewandowski: „Der ist ein absolutes Phänomen, auf welchem Niveau er spielt. Da gibt es nicht viel zu überlegen. Natürlich werden wir alles dran setzen, dass wir Robert möglichst lange noch bei uns halten können. Er ist fast eine Versicherung für uns.“

...die Zukunft anderer Bayer-Spieler: „Ob es Manuel Neuer, ob es Robert Lewandowski, ob es Thomas Müller ist - es sind alles Größen dieses Vereins, alles Spieler, an denen man auch die Erfolge des letzten Jahrzehnts und die aktuellen Erfolge festmachen kann. Es versteht sich von selbst, dass wir mit all diesen Spielern in den Austausch gehen, um auch zu verstehen, was sie für Überlegungen haben und was sie wollen. Natürlich ist das auf unserer Agenda ganz oben in der nächsten Zeit.“

...Erling Haaland: „Ich werde nicht über Spieler anderer Vereine sprechen.“

Oliver Kahn: „Manuel Neuer steht noch mit 40 im Tor“

...Manuel Neuer: „Manuel bricht alle Rekorde und lässt nichts mehr für mich übrig. Ich bin absolut davon überzeugt, dass er noch mit 40 im Tor steht. Er hat mir ja schon fast alle Rekorde weggenommen und ist nach wie vor sehr gefräßig, was Rekorde und Titel angeht. Er zeigt keine Ermüdungserscheinungen und ist das typische Beispiel des Spielers, der nie zufrieden ist.“

...die Arbeit von Julian Nagelsmann: „Es ist erstaunlich, wie schnell er angekommen ist und die Mannschaft von seiner Führung überzeugt hat. Man spürt es, wenn man bei der Mannschaft ist. Man sieht es auf dem Platz, welchen Fußball wir spielen. Wir hätten in Berlin unglaublich viele Tore schießen können. Wir kassieren nicht mehr so viele Gegentore. Das geht nicht auf Kosten der Attraktivität. All das bringt Julian in dem jungen Alter zusammen. Das ist sensationell.“

...die Rückkehr der Fans in Bayern: „Es war ein sehr willkommener erster Schritt in die richtige Richtung. Dieses Signal ist wichtig in dieser Zeit. Wir haben eine sehr, sehr gute Infrastruktur. Wir haben Daten gesammelt, als wir noch Zuschauer hatten. Diese Daten belegen, dass so gut wie kein Infektionsgeschehen von der Allianz-Arena ausgegangen ist. Wir brauchen vernünftige Lösungen, nicht nur für den Fußball.“

...sein Treffen mit Karl Lauterbach: „Ich habe mich vor dem Spiel in Berlin mit unserem Gesundheitsminister getroffen, um die Entscheidungen zu verstehen. Es ging darum, die Argumente zu verstehen und zu verstehen: Warum sind da keine Zuschauer zugelassen? Für mich war da kein System, kein Sinn mehr dahinter. Nun mit 10.000 Zuschauern zu beginnen, macht Sinn.“

Oliver Kahn über Klagen gegen Geisterspiele: „Gedanken können aufkommen“

...juristische Schritte wegen der Geisterspiele: „Da können schonmal die Gedanken aufkommen, dass man die ganzen Regeln nicht mehr nachvollziehen kann. Wir sind bisher aber immer sehr gut in der Zusammenarbeit mit den Ämtern gefahren.“

...die Preiserhöhung von DAZN: „Dass das nicht positiv aufgenommen wird bei den Fans, das kann ich verstehen. Ich kann mich aber auch in die übertragenden Sender hineinversetzen. Ich höre das Wort Entfremdung häufig. Da wäre ich aber vorsichtig. Bei uns beim FC Bayern können wir nicht sehen, dass sich unsere Fans von uns entfremden.“

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