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„Größter Blackout seines Lebens“Peter Neururer rätselt über Bundesliga-Star

Bei dieser Bundesliga-Szene staunte Peter Neururer am Wochenende nicht schlecht. Eine richtige Erklärung wollte dem Trainer-Urgestein dabei nicht einfallen.

Rund drei Jahrzehnte verbrachte Peter Neururer (70) im Profi-Fußball, verfolgt das Geschehen in der Bundesliga auch jetzt noch intensiv als interessierter Beobachter.

Doch obwohl das Trainer-Urgestein in seiner Karriere und als leidenschaftlicher Fußball-Liebhaber praktisch alles erlebt hat, machte an diesem Wochenende auch Neururer große Augen.

Peter Neururer: „Weiß nicht, was er gedacht hat“

In seiner wöchentlichen Bundesliga-Bilanz für das Portal „Wettfreunde.net“ sprach Neururer über das vermeidbare zweite Gegentor des FC Bayern beim 3:2-Sieg gegen Eintracht Frankfurt und bilanzierte: „Wir hatten Fußballschule am letzten Wochenende, und zwar betrieben und gekennzeichnet durch Deutschlands beste Mannschaft.“

Vor dem Treffer von Arnaud Kalimuendo (24) hatte sich die Münchner Defensive unter Druck ein Ei ins Nest gelegt. Die Schuld teilten sich Joshua Kimmich (31) und Min-jae Kim (29). Besonders vom Kapitän der deutschen Nationalmannschaft war Neururer überrascht.

„Ich weiß nicht, was Kimmich in dem Moment gedacht hat“, rätselte er über den Defensiv-Allrounder, der in Abwesenheit von Manuel Neuer (39) beim Bayern-Sieg gegen die Eintracht die Kapitänsbinde der Münchner getragen hatte: „Wahrscheinlich der größte Blackout seines Lebens.“

Im Aufbauspiel hatte Kimmich rechts des Strafraums unter Druck zurück in die Mitte gespielt, parallel zur Grundlinie war der Ball quer durch den Strafraum unterwegs – eine Leichtsinnigkeit, die Fußballern eigentlich schon in den ersten Ausbildungsjahren abtrainiert wird.

Joshua Kimmich spielt einen Fehlpass am eigenen Strafraum im Spiel des FC Bayern gegen Eintracht Frankfurt.

Copyright: Screenshot ZDF

Der Fehlpass von Joshua Kimmich Richtung Min-jae Kim am eigenen Strafraum vor dem Tor von Eintracht Frankfurt gegen den FC Bayern.

Kim war von der riskanten Variante überrumpelt, er ging nicht zum Ball und stand nur daneben, als der aufmerksame Kalimuendo aus wenigen Metern nur noch den Fuß reinhalten musste. Torhüter Jonas Urbig (22), der sich Kimmich als Anspielstation angeboten hatte, stand zu diesem Zeitpunkt rechts neben seinem Kasten.

Weil die Bayern die knappe Führung über die Zeit brachten, blieb der Fehler letztlich ohne Folgen, wie auch Neururer anmerkte. Über das mögliche Horror-Szenario aus Sicht der Münchner sagte er aber auch: „Da wäre die Meisterschaft nochmal richtig spannend geworden aufgrund eines Fehlers, der eigentlich nicht passieren darf.“

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