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„Wirft kein gutes Licht“ Wegen Lewandowski-Zoff: Matthäus sieht große Probleme beim FC Bayern

Robert Lewandowski nimmt an einer Pressekonferenz teil.

Robert Lewandowski hat bei seiner Pressekonferenz am 30. Mai 2022 vor dem Spiel gegen Belgien mit dem FC Bayern gebrochen.

Weltmeister und TV-Experte Lothar Matthäus sieht die Entwicklung beim FC Bayern München äußerst kritisch. Die Eskalation im Fall von Robert Lewandowski gebe Anlass zur Sorge.

Der große Knall beim FC Bayern. Robert Lewandowski (32) hat mit deutlichen Worten seinen schnellstmöglichen Abschied vom Meister gefordert. Die Sätze, die der Stürmer im Lager der polnischen Nationalmannschaft losgelassen hat, sorgten für ein Erdbeben an der Säbener Straße.

Dass bei den Münchnern schon länger einiges aus den Fugen geraten ist, deutet auch Weltmeister Lothar Matthäus (61) an. „Schade und auffällig, dass immer mehr Spieler den FC Bayern verlassen wollen. Früher war das nicht so. Ein gutes Licht wirft diese Entwicklung auf diesen Verein aber mit Sicherheit nicht“, schrieb der langjährige Bayern-Kapitän in seiner Sky-Kolumne.

Lothar Matthäus: Fall Lewandowski liegt ähnlich wie bei Niklas Süle

Den „Fall Lewandowski“ stellte Matthäus auch in Verbindung mit dem Transfer von Nationalspieler Niklas Süle (26) von den Bayern zum nationalen Erzrivalen Borussia Dortmund als exemplarisch für Münchens neue Schwierigkeiten dar: „Man merkt als Profi, ob sich Dinge in einem Klub verändern, die Rückendeckung bröckelt und auch sonst vieles nicht mehr so ist, wie man es gewohnt war - und die Tendenz bei Bayern ist sowohl sportlich als auch in der Wertschätzung gegenüber Robert nicht mehr dieselbe wie noch vor einiger Zeit.“

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Entsprechend sei „absolut verständlich, dass ‚Lewy‘ nun keine Lust mehr auf Bayern hat“, meinte Matthäus auch mit Blick auf Münchens zwischenzeitlichem Interesse an Erling Haaland (21) vor dem Wechsel des Norwegers von Dortmund zum englischen Meister Manchester City.

Lewandowski könne sich „eine Zusammenarbeit in Zukunft und eine Fortsetzung seiner Karriere in München nicht mehr vorstellen. Er will einfach nur noch weg - und zwar schnell. Das hat sich der Klub selbst zuzuschreiben, nicht zuletzt durch die öffentlich gewordenen und in der Branche längst bekannten starken Avancen in Richtung Haaland. Zuletzt ist einiges passiert, was diese tolle Beziehung zerbrochen hat, weil man nicht rechtzeitig miteinander gesprochen hat“.

Matthäus will außerdem Parallelen zwischen Lewandowski und Süle zu den früheren Bayern-Assen und frisch gekürten Champions-League-Siegern Toni Kroos (32) und David Alaba (29) von Real Madrid erkennen.

Lothar Matthäus steht lächelnd am Spielfeldrand.

Lothar Matthäus (hier am 19. März 2022) übt heftige Kritik am FC Bayern.

Der bei den Königlichen „verehrte“ Ex-Weltmeister Kroos sei zuvor „in München verschmäht“ worden, und dass der österreichische Abwehrstar Alaba nach seinem Abgang vor Jahresfrist „dem FC Bayern fehlen wird, konnte sich so gut wie jeder denken“.

Lothar Matthäus: Sadio Mané ist kein Ersatz für Robert Lewandowski

Verantwortlich für das derzeitige Desaster beim Rekordmeister sind Vorstandsboss Oliver Kahn (52) und Sportchef Hasan Salihamidzic (45). Auch wenn Matthäus beide nicht explizit anspricht, ist doch klar, dass beide die Bayern derzeit nicht in eine gute Richtung steuern.

Der heftig umworbene Sadio Mané (30) vom FC Liverpool sei laut Matthäus auch kein geeigneter Nachfolger für Lewandowski. „Abgesehen davon, dass es für den Polen keinen Ersatz auf der Welt gibt, sehe ich Mané nicht als Mittelstürmer, sondern auf dem Flügel“. Der frühere Weltfußballer rät daher zu einem zentralen Stürmer. Dies „könnte Sasa Kalajdzic vom VfB Stuttgart sein. Der macht wahrscheinlich keine 40 Tore, aber mit Sicherheit 25“. (msw/sid)

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