„Fast unerklärlich“Lothar Matthäus kritisiert Thomas Tuchel beim FC Bayern wegen einer Sache

Die Rolle von Thomas Müller beim FC Bayern München bietet weiter reichlich Gesprächsstoff. TV-Experte Lothar Matthäus hat da eine klare Meinung.

6:0 gegen Schalke, endlich mal wieder eine gute Leistung des Rekordmeisters in der Bundesliga – eigentlich müsste die Stimmung bei den Bayern bestens sein. Doch ein Thema belastet den Burgfrieden.

Und dieses Thema heißt seit Wochen Thomas Müller. Bei Rekordnationalspieler Lothar Matthäus hätte Müller beim FC Bayern München eine Startelf-Garantie. Bei Trainer Thomas Tuchel nicht immer. Das bietet Zündstoff. 

Lothar Matthäus: Thomas Müller ist Bayerns einziger Führungsspieler

„Für mich gehört Thomas Müller nicht nur aufgrund der Form, sondern auch aufgrund seiner Persönlichkeit von Anfang an in diese Mannschaft“, sagte der frühere Bayern-Kapitän bei „Sky90“ am Sonntag.

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Joshua Kimmich, Serge Gnabry oder Kingsley Coman könnten aktuell die Mannschaft nicht führen, „die sind mit sich selbst beschäftigt“, ergänzte Matthäus: „Deswegen würde bei mir Müller immer spielen.“

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Für ihn sei es „fast unerklärlich, dass Thomas Tuchel nicht häufiger auf ihn gesetzt hat“, ergänzte Matthäus. Der Weltmeister von 2014 bringe „vieles von dem“, was die Bayern „in den letzten Wochen bis vor dem gestrigen Spiel vermisst haben“.

Am vergangenen Samstag hatten die Münchner mit Torschütze Müller in der Startelf 6:0 gegen Schalke 04 gewonnen. „Alle Bayern-Spieler freuen sich, wenn Thomas Müller auf dem Rasen ist“, meinte Matthäus, „weil sie sich dann sicherer fühlen.“

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Auch im Hinspiel des Champions-League-Viertelfinals bei Manchester City, als Trainer Tuchel auf Müller in der Startelf zugunsten eines schnelleren Konterspielers verzichtet hatte, hätte Matthäus anders entschieden.

„Es muss ja nicht jeder Geschwindigkeit haben. Ich brauche auch Spieler, die diese Geschwindigkeit richtig einsetzen und organisieren – und das kann Thomas Müller“, sagte der Sky-Experte. (dpa)