„God save the King“ Nach Tod der Queen: Hymnen-Gänsehaut bei DFB-Klassiker in Wembley

Die Nationalmannschaften Englands und Deutschlands stellen sich am Montagabend (26. September 2022) vor dem Duell in der Nations League zu einer Schweigeminute auf.

Die Nationalmannschaften Englands und Deutschlands stellen sich am Montagabend (26. September 2022) vor dem Duell in der Nations League zu einer Schweigeminute auf.

Auf das Ungarn-Debakel folgte der Wembley-Kracher in der Nations League: Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft traf am Montagabend in London auf England. Und es kam zu einem historischen Moment.

Die Mission Wiedergutmachung startete für das DFB-Team und Bundestrainer Hansi Flick (57) am Montagabend (26. September 2022) mit dem abschließenden Kracher-Duell in England. Sportlich ging es in der Nations League um rein gar nix mehr: Deutschland hatte den Gruppen-Sieg mit dem peinlichen 0:1 gegen Ungarn verspielt, England war nach dem 0:1 in Italien schon abgestiegen.

Dennoch war es ein historischer Abend. Denn: Erstmals seit mehr als 70 Jahren ertönte im englischen Fußball-Tempel eine andere Hymne. Statt der seit Jahrzehnten bekannten Textzeile „God save the Queen“ hieß es diesmal: „God save the King.“

Nations League: England fordert Deutschland in Wembley

Denn: Nachdem die langjährige Königin Elisabeth II. am 8. September 2022 verstorben war, ist nun Charles III. der rechtmäßige Monarch des britischen Königreichs. Entsprechend wurde die Hymne nun angepasst. Und sie erklang aus Zehntausenden Kehlen in London.

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Der britischen Opern-Sängerin Emily Haig war die Ehre vorbehalten, die Nationalhymne im mit 90.000 Fans ausverkauften Wembley-Stadion zu singen. Es war ihr 29. Auftritt im englischen Fußball-Tempel – und es sollte einer werden, der vielen Engländerinnen und Engländern im Gedächtnis bleiben wird. Was eine bewegende Performance! Allerdings: Der Applaus hielt sich in Grenzen...

Anschließend gab es dennoch die Schweigeminute zu Ehren der Queen. Und es wurde plötzlich mucksmäuschenstill im Stadion...

Auch die deutsche Hymne hatte der britische Gesangs-Star Haig zuvor mit Inbrunst geschmettert. DFB-Präsident Bernd Neuendorf (61), FA-Chefin Debbie Hewitt (42) und England-Ikone Geoff Hurst (80) hatten vor dem Anpfiff Blumenkränze an der Mittellinie abgelegt. Eine tolle Geste!

Fußball musste dann aber auch noch gespielt werden. „Es geht hier ums Prestige“, sagte Rekordnationalspieler und RTL-Experte Lothar Matthäus (61) vor dem Anpfiff. Im Hinblick auf das jüngste Debakel gegen Ungarn meinte der Ex-Weltfußballer: „Viel schlechter geht's ja eigentlich nicht mehr.“ Das deutsche Team in der Pflicht!

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