Vor Länderspiel-Dreierpack Joachim Löw gehen die Spieler aus – Absagen häufen sich

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Joachim Löw, hier vor dem Nations-League-Spiel gegen die Schweiz am 12. Oktober 2020, hat mit massiven Personal-Sorgen zu kämpfen.

Köln – Ein Traumtor von Leroy Sané (24), zwei eiskalt verwandelte Elfmeter von Timo Werner (24) und ein bärenstarkes Comeback von Marc-Andre ter Stegen (28): Eigentlich hatte Joachim Löw (60) an den beiden Champions-League-Abenden vor dem heimischen Fernseher Grund zur Freude.

Doch vor der Nominierung am Freitag für den erneuten Länderspiel-Dreierpack wachsen beim Bundestrainer die Sorgen.

Löw gehen die Spieler für seinen geplanten XXL-Kader aus, die letzte Berufung in einem gefühlt verlorenen Länderspiel-Jahr wird zu einem Personal-Puzzle.

Corona: Bereits fünf Nationalspieler positiv getestet

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Noch bevor Werner den FC Chelsea mit seinen beiden Treffern gegen Stade Rennes auf die Siegerstraße brachte, verkündete Teammanager Frank Lampard (42) die Corona-Infektion von Kai Havertz (21), der bereits der fünfte deutsche Fußball-Nationalspieler ist, der positiv auf das Virus getestet wurde.

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Kai Havertz, hier rechts gemeinsam mit Chelsea-Kollege Timo Werner (l.) nach dem Champions-League-Spiel gegen den FC Sevilla am 20. Oktober 2020, ist bereits der fünfte Spieler der Nationalmannschaft, der positiv auf das Coronavirus getestet wurde.

Serge Gnabry (25) und Ilkay Gündogan (30) stehen Löw inzwischen zwar wieder zur Verfügung, ob Abwehrchef Niklas Süle (25) für das Länderspiel gegen Tschechien am Mittwoch sowie die Nations-League-Begegnungen gegen die Ukraine (14. November) und drei Tage später in Spanien bereit ist, blieb zunächst offen.

Laut Sportbuzzer könnte Süle wie zuvor schon Gnabry „falsch positiv“ getestet worden sein. Ein Einsatz des erkrankten Emre Can (26) ist fraglich.

DFB: Bundestrainer plant trotz Verletzungssorgen wieder mit XXL-Kader

Julian Draxler (27), Robin Gosens (26), Lukas Klostermann (24) und Marcel Halstenberg (29) sind zudem verletzt, Leon Goretzka (25) war zuletzt angeschlagen. Damit geraten die ohnehin schon schwierigen Planungen von Löw durcheinander.

„Jetzt im Herbst stehen wir vor einem unglaublichen Spagat, um die heiklen Aufgaben zu lösen“, hatte der 60-Jährige angesichts der irrwitzigen Terminhatz seiner Nationalspieler erklärt.

Löws Fähigkeiten als Diplomat sind wieder gefragt, um die Belastung zu reduzieren und die Vereine zu besänftigen. Das Unverständnis über den weiteren Dreierpack und Reisen in einer angespannten Pandemie-Lage wächst.

Daher plant Löw wie schon bei den Spielen im Oktober mit einem großen Kader mit rund 30 Profis. Vor einem Monat kamen so Mahmoud Dahoud (24), Florian Neuhaus (23) und Jonas Hofmann (28) überraschend zu ihrem Debüt in der DFB-Auswahl. Löw musste sich viel Kritik angesichts seiner Aufstellung gefallen lassen.

Man darf gespannt sein, wen der Bundestrainer diesmal aus dem Hut zaubert.

DFB: Rummenigge und Watzke fordern weiterhin Rückkehr der Aussortierten

Die aussortierten Ex-Weltmeister Mats Hummels (31), Thomas Müller (31) und Jerome Boateng (32) sind weiterhin keine Option – auch wenn sie zuletzt in Karl-Heinz Rummenigge (65) und Hans-Joachim Watzke (61) prominente Fürsprecher hatten.

Der ehemalige Star-Trainer Ottmar Hitzfeld (71) schrieb in seiner Kicker-Kolumne: „Über ihr Comeback in der Nationalmannschaft wird viel diskutiert. Doch Joachim Löw traf wohlüberlegt eine Entscheidung, die er nun nicht urplötzlich revidieren kann. Der Bundestrainer hat da einen Plan, den er durchziehen muss. Eine Rückkehr des Trios brächte noch mehr Unruhe.“

Die beiden Heimbegegnungen in Leipzig und das Spiel in Sevilla sind aus sportlicher Sicht durchaus bedeutsam. Zum einen winkt in der Nations League der Gruppensieg, zum anderen geht es um einen Platz im besten Topf für die Auslosung der WM-Qualifikation am 7. Dezember. Dafür muss Löw seine zuletzt wacklige Defensive stabilisieren. Es ist nicht die einzige Sorge des Bundestrainers. (sid)

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