Wechselt Mbappé? Mega-Angebot abgelehnt, PSG tobt über Real: „Respektlos und illegal“

Kylian Mbappé und Cristiano Ronaldo klatschen ab.

Kylian Mbappé (r.) und Cristiano Ronaldo, hier am 11. Oktober 2020 beim Länderspiel zwischen Frankreich und Portugal, bestimmen aktuell die Schlagzeilen zum Ende des Transfer-Sommers.

Endspurt im Transfer-Sommer. Besonders die Gerüchte um die Transfers von Kylian Mbappé und Cristiano Ronaldo sorgen zur Schließung des Wechsel-Fensters am 31. August für Spannung.

Paris/Madrid/Turin. Der Transfermarkt geht in seine heiße Phase, nur noch eine Woche bleiben den Klubs in Europa für die letzten Anpassungen am Kader. Während viele Vereine nur noch auf günstige Gelegenheiten für kleinere Korrekturen oder Ausdünnung des Aufgebots warten, befinden sich mehrere Mega-Deals noch in der Warteschlange.

Als Protagonisten gehen zwei Superstars in die letzten Tage des Transfer-Sommers: Cristiano Ronaldo (36) von Juventus Turin und Kylian Mbappé (22) von Paris Saint-Germain. Um beide Angreifer ranken sich seit Monaten Wechselgerüchte, doch erst auf den letzten Drücker könnten die Abgänge doch noch konkret werden.

Real Madrid blitzt mit Angebot über 160 Mio. Euro für Kylian Mbappé bei PSG ab

Speziell im Poker um Mbappé wurden nun erstmals die Karten aufgedeckt. Die Königlichen haben 160 Millionen Euro für den Star-Stürmer von PSG geboten. Eine beachtliche Ablöse, da Mbappés Vertrag an der Seine im kommenden Sommer ausläuft. Trotzdem zu wenig. Das Angebot sei „nicht ausreichend“ gewesen, sagte PSG-Sportdirektor Leonardo (51) am Mittwoch.

Außerdem bezeichnete er das Vorgehen der Königlichen gegenüber Mbappé über die vergangenen zwei Jahre hinweg als „respektlos, falsch und illegal“. Dennoch: Auch wenn das Angebot abgelehnt worden sein soll, zeige sich PSG grundsätzlich gesprächsbereit. Eine Einigung bis zum 31. August sei daher durchaus vorstellbar, heißt es in diversen Medien übereinstimmend.

In Spanien wächst daher der Optimismus: Real Madrids Hausblatt „Marca“ machte sein Online-Angebot am Mittwochnachmittag mit gleich sechs verschiedenen Artikeln zur Causa Mbappé auf. Zuvor hatte das Blatt, ebenso wie der große Konkurrent „AS“, Mbappé in Verbindung mit dem Real-Wechsel auf das Titelblatt der Print-Ausgabe gehievt.

Cristiano Ronaldo will Juventus Turin offenbar noch verlassen

Die Summen im Mbappé-Poker stellen die Hängepartie um Cristiano Ronaldo beinahe in den Schatten. Der EM-Torschützenkönig ist weiter erfolgs- und titelhungrig, will diese Gier aber offenbar nicht länger bei Juventus Turin stillen. Beim Saisonauftakt der Serie A am vergangenen Sonntag bestimmte Ronaldo bereits die Schlagzeilen – erstmals in seiner Karriere hatte er eine Meisterschaft auf der Bank begonnen.

Er soll sich laut Transfer-Insider Gianluca Di Marzio (47) nach „potenziellen neuen Optionen“ umsehen und deshalb um einen Platz auf der Ersatzbank gebeten haben. Einer der Kandidaten: Manchester City mit Trainer Pep Guardiola (50), das zuletzt im Werben um den wechselwilligen Harry Kane (28) von Liga-Rivale Tottenham Hotspur gescheitert war.

Juventus Turin sträubt sich noch bei Cristiano Ronaldos Wechselwunsch

Ronaldo käme als Lösung für den Übergang wie gerufen, allerdings nicht um jeden Preis. Dem Vernehmen nach will City keine Ablöse zahlen und Juve mit der Einsparung des Gehalts in Höhe von 31 Millionen Euro überzeugen. Der zuletzt abgelöste italienische Serienmeister fordere dagegen bis zu 30 Millionen Euro für Ronaldo, der vor drei Jahren für 117 Millionen Euro gewechselt war.

„Um das einmal klarzustellen: Mir hat Ronaldo gesagt, dass er bleibt", sagte Trainer Massimiliano Allegri (54) zuletzt. Ob aus voller Überzeugung oder strategischen Gründen, blieb zunächst offen. Allerdings nähert sich der Transfer-Sommer seinem Showdown. Spätestens am kommenden Dienstag liegen nicht nur in Paris, Madrid, Turin und Manchester alle Karten endgültig auf dem Tisch. (bc/sid)

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