Wegen Thuram, Plea und Co. Rivale kontert Gladbach-Erfolg mit neuem Frankreich-Spion

BMG_Borussia_Karim Matmour

Karim Matmour bejubelt seinen ersten Treffer für Borussia Mönchengladbach im August 2008.

Mönchengladbach – Es ist Januar, 2018, als Bundesliga-Primus FC Bayern München unverhohlen, fernab der Kameras und Scheinwerfer, im tiefsten Rheinland wildert. Der Rekordmeister von der Säbener Straße hat dabei keinem geringeren als „dem Bayer“ ins Revier gepinkelt.

Konkret: Das Nonplusultra im deutschen Fußball klaut dem Werksklub Leverkusen einen wichtigen Angestellten. Nur auf den ersten Blick ist es ein Mann aus der vermeintlich dritten Reihe.

FC Bayern klaute Bayer Leverkusen eine Top-Spürnase

Diese Sicht der Dinge dürfte guten Gewissen als „naiv“ bezeichnet werden. Denn es handelt sich zu diesem Zeitpunkt um Leverkusens Chefscout Laurent Busser – und das ist im Business Profi-Zirkus keine No-Name-Personalie.

Die Bayern machen seinerzeit kurzen Prozess, öffnen die Kriegsschatulle – und das Rheinland verliert eines seiner besten Spürnasen in Sachen Top-Talente. Was in der freien Wirtschaft als Industrie-Spionage gilt, macht längst vor dem mordernen Fußball keinen Halt mehr. Laurent Busser hatte schließlich für „den Bayer“ auch den Markt in Frankreich im Visier.

Hier lesen Sie mehr: Borussia Mönchengladbach muss auf Fabian Johnson verzichten

Zur Erinnerung: „La Grande Nation“ ist der amtierende Weltmeister, die WM-Krone wurde 2018 in Russland gewonnen. Und es ist ebenfalls kein Geheimnis, dass aktuell Frankreich als DER Markt in Europa für die Top-Klubs gilt, wenn es um die Mbappés, Pogbas oder Griezmanns der Zukunft geht.

Frankreich Markt für neue Top-Talente

Bayer Leverkusen hat nach exklusiven GladbachLIVE-Informationen die Markt-Lücke Frankreich in Sachen Super-Spürnase, die durch den Bayern-Raubzug im Fall Laurent Busser entstanden war, nun mit einer innovativen Lösung geschlossen. Bayer hat für den Raum Frankreich keinen geringeren als Ex-Gladbach-Profi und Algerien-Volksheld Karim Matmour (34) als Talente-Sucher bei unserem großen Nachbarn verpflichten können.

Bayer 04 Leverkusen_Simon Rolfes_dpa

Simon Rolfes ist Sportdirektor bei Bayer 04 Leverkusen.

Matmour selber wollte auf Nachfrage unserer Redaktion nicht verneinen, dass er für Leverkusen arbeitet, aber sich auch nicht weiter dazu äußern. Der Ex-Profi lebt in der Nähe von Straßburg, kennt den französischen Fußball aus dem Effeff, besitzt die Trainer-A- und Elite-Lizenz, ist im weltweiten, französisch-sprachigen Raum bestens vernetzt. Er kennt die Bundesliga, hat WM-Erfahrung, nahm 2010 am Welt-Turnier in Südafrika teil.

Hier lesen Sie mehr: Max Eberl holt sich keinen Assistenten nach Gladbach

Leverkusens Simon Rolfes (38) soll ihn nun angeheuert haben. Beim Werksklub haben die Macher schließlich auch mitbekommen, dass in Gladbach ehemalige Frankreich-Profis wie Marcus Thuram (22), Alassane Plea (26) oder Ramy Bensebaini (24) zu den Top-Einkäufen von Fohlen-Manager Max Eberl (46) zählen.

Ex-Fohlen Matmour soll Bayer helfen

Den Rückstand auf Borussia in Sachen Talente-Suche in Frankreich soll nun beim Bayer ein Ex-Fohlen wettmachen: Karim Matmour. Die Konkurrenz im Rheinland um die Stars von morgen, sie nimmt gerade bei den großen Klubs um Gladbach und Leverkusen immer ausgefeiltere Konturen an.

Sie verwenden einen veralteten Browser. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um Ihren Besuch bei uns zu verbessern.