„Müssen akzeptieren, wenn er den nächsten Schritt machen will“ Kehl nennt BVB-Perspektive bei Haaland

Erling Haaland applaudiert den Dortmunder Fans.

Erling Haaland (Borussia Dortmund), derzeit verletzt und hier nach dem Sieg gegen Union Berlin am 19. September 2021, ist von vielen Topklubs umworben.

Borussia Dortmund soll den Bayern in der Liga Paroli bieten. Doch die Kräfteverhältnisse sind ungleich. Der BVB muss seine Stars immer wieder verkaufen. Droht das nun auch bei Erling Haaland?

Dortmund/München. Die erdrückende Übermacht des FC Bayern langweilt Fußball-Deutschland. Und so wächst der Druck auf Borussia Dortmund, den Münchnern endlich Paroli zu bieten. Darum drehte sich auch die „Sky90“-Debatte mit Experte Lothar Matthäus (60), BVB-Botschafter Roman Weidenfeller (41) und Dortmunds Sportdirektor Sebastian Kehl (41) am Sonntag (3. Oktober 2021).

„Dortmund hat eine tolle Mannschaft, tolle Spieler. Dortmund ist die zweite Kraft in Deutschland. Ich würde mir einen Zweikampf wünschen“, sagt Matthäus und folgte damit Kölns Coach Steffen Baumgart (49), der am Dienstag mehr Mut vom BVB gefordert hatte. Matthäus: „Das Problem ist: Dortmund hat schon wieder den einen oder anderen Punkt liegenlassen.“

Kann der BVB die Bayern angreifen?

Auch Jessica Libbertz (47) kritisierte: „Man hat sich eingerichtet auf Platz zwei. Das Modell, immer wieder Spieler zu verkaufen, ist stimmig, aber ob es reicht, die Bayern anzugreifen, das bezweifle ich.“ Die Moderatorin stört, dass stets immer nur darüber gesprochen werde, wer wann gehe.

Da geht es vor allem auch um Superstar Erling Haaland. „Wir werden alles versuchen, ihm eine Perspektive zu zeigen. Erling will geliebt werden, er fiebert hier mit. Aber wir müssen auch akzeptieren, wenn er für sich entscheidet, den nächsten Schritt zu machen“, sagt Kehl über den Norweger, der für eine festgeschriebene Ablöse von 75 Millionen Euro den Klub verlassen kann.

Sebastian Kehl als Gesprächsgast bei Sky90.

Sebastian Kehl beim Interview mit Sky am 3. Oktober 2021.

Der BVB-Sportdirektor weiter: „Wir müssen in der Realität bleiben. Wir sind in einer anderen wirtschaftlichen Situation als Vereine, die 150 bis 200 Millionen Euro mehr Umsatz machen als der BVB. Trotzdem ist es uns immer wieder gelungen, unsere Topspieler eine Weile zu halten.“

Matthäus: „Haaland und Mbappé die Zukunft des Weltfußballs“

Trotzdem weiß auch Matthäus: „Sie haben manche Argumente nicht, die andere Topvereine in Europa haben. Haaland will mit Mbappé die Zukunft des Weltfußballs bestimmen, wie es zuletzt Ronaldo und Messi getan haben.“

Und so wird Dortmund wieder neue Stars finden müssen, ohne den Anspruch aufzugeben, der Bayern-Herausforderer zu sein. Kehl: „Wir gehen jedes Jahr in die Saison, um einen Titel zu gewinnen. Das haben wir letztes Jahr geschafft. Wir sind die Topadresse für junge Spieler. Wir müssen aber mit wirtschaftlichem Augenmaß und einer klugen Personalpolitik handeln. Wenn die Bayern schwächeln sollten, müssen wir da sein. Wenn sie so performen wie in den letzten Jahren, dann wird es allerdings schwierig.“

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