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Verständnis für KritikerHöwedes erläutert Beweggründe für frühes Karriereende

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Benedikt Höwedes im Dezember 2018 beim Gastspiel mit Lokomotive Moskau bei Ex-Klub Schalke 04.

von Béla Csányi (bc)

Gelsenkirchen – Der überraschende Rücktritt von Benedikt Höwedes mit gerade einmal 32 Jahren sorgte in den vergangenen Wochen für eine Mischung aus Anerkennung und Unverständnis bei Fußballfans. Höwedes selbst kann beide Haltungen verstehen, unterstrich aber noch einmal seine Beweggründe.

„Für viele Fußballfans, die täglich acht Stunden und mehr hart arbeiten, um sich ihren Lebensunterhalt zu verdienen, ist es schwer nachzuvollziehen, dass ich bereits mit 32 Jahren aufgehört habe. Ich weiß: Es ist ein Privileg, diese Möglichkeit zu haben“, schrieb der Weltmeister von 2014 in seiner am Dienstag veröffentlichten Kolumne für „t-online.de“.

Benedikt Höwedes entschied sich für Karriereende zum „idealen Moment“

Der ehemalige Abwehrspieler, der von 2001 bis 2018 für den FC Schalke 04 spielte und anschließend für Juventus Turin und Lokomotive Moskau auflief, kann nachvollziehen, dass seine Entscheidung auch kritisiert wurde.

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„Von vielen wurde ich für diesen endgültigen Schritt gelobt. Und dann gab es noch die, die meine Entscheidung hinterfragten. Hinterfragten, dass ich so früh zurücktrat und gleichzeitig den Profifußball bei meinem Abgang kritisierte, obwohl ich doch jahrelang von dem System profitierte. Und ich kann sie verstehen“, schrieb Höwedes. Aber für ihn sei der Zeitpunkt des Rücktrittes der „ideale Moment“ gewesen.

Benedikt Höwedes widmet sich nach Karriereende Familie und Studium

Als Höwedes Ende Juli sein Karriereende verkündet hatte, prangerte er gleichzeitig auch die Entwicklung im Geschäft Fußball an. Dabei kritisierte er, dass „Verletzlichkeit und Schwäche zu keinem Zeitpunkt existieren“ dürften und „Fußball immer unwichtiger wurde“.

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Für die erste Zeit nach dem Karriereende hat Höwedes bereits feste Pläne ins Auge gefasst. Er wolle sich zunächst vor allem um die Familie kümmern und mehr Zeit mit seiner Frau und seinem Sohn verbringen. Anschließend steht ein Sportmanagement-Studium bei der Europäischen Fußball-Union UEFA in Aussicht. „Schon jetzt, nur wenige Tage nach meinem Rücktritt, bin ich mir sicher, dass mich mein Gefühl nicht getäuscht hat“, schrieb Höwedes. (dpa/bc)