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Nach Schürrle-Abschied Nächster 2014er-Weltmeister macht überraschend Schluss

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Gemeinsam mit Mesut Özil (l.) holte Benedikt Höwedes 2014 den WM-Pokal mit dem DFB-Team. Jetzt beendet der Ex-Schalker seine aktive Karriere.

Moskau/Köln – Das kommt durchaus überraschend! Der langjährige Bundesliga-Profi Benedikt Höwedes (32) hat mit sofortiger Wirkung seine aktive Karriere beendet. Zuletzt stand Höwedes in Russland bei Lokomotive Moskau unter Vertrag. Zuvor hatte der 44-fache Nationalspieler und Weltmeister von 2014 viele Jahre für den FC Schalke 04 gespielt, der Kapitän war bei den Königsblauen aber schließlich aufs Abstellgleis geraten. 2018 ging es für Höwedes für ein Jahr zu Juventus Turin, doch der Abwehrspezialist blieb bei seinem Leih-Intermezzo in Italien glücklos.

Jetzt sagte Höwedes dem „Spiegel“: „Ich hatte auch einige Anfragen von Vereinen aus dem In- und Ausland, aber ich wollte mich nicht mehr abhängig machen von den Entscheidungen anderer. Ich wollte jetzt einen Schlussstrich ziehen.“ Zuletzt war Höwedes im Winter beim 1. FC Köln im Gespräch gewesen, ein Engagement kam aber letztlich nicht zustande.

Benedikt Höwedes beendet seine Profi-Laufbahn

Jetzt zieht der Ex-Schalker also einen Schlussstrich. Höwedes ist damit nach André Schürrle (29), der unlängst sein Karriere-Ende verkündet hatte, der nächste 2014er-Weltmeister, der in diesen Tagen die Fußballschuhe an den Nagel hängt. Aus der deutschen WM-Elf waren zuvor Philipp Lahm (36), Roman Weidenfeller (39), Bastian Schweinsteiger (35), Miroslav Klose (42) und Per Mertesacker (35) in den Fußball-Ruhestand getreten.

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Benedikt Höwedes stand zuletzt in Russland bei Lokomotive Moskau unter Vertrag. Jetzt beendet er seine aktive Karriere im Alter von 32 Jahren.

Höwedes berichtet auch, wie es zu seiner Entscheidung gekommen war: „Ich war vor Kurzem mit meiner Frau und meinem Kind mit einem Campingbus in Südfrankreich unterwegs. Da habe ich gemerkt, wie krass es mich erfüllt hat, meinen Sohn hautnah zu erleben. Da wurde Fußball plötzlich so unwichtig für mich. Unser Sohn ist jetzt 21 Monate alt, und in meiner Zeit in Moskau habe ich leider nicht viel von ihm gehabt. Darunter habe ich als Familienmensch sehr gelitten“, sagt er.

Benedikt Höwedes: „Ich habe genug verdient“

Leichtgefallen sei dem Ex-Schalker der Schritt aber keineswegs: „Es ist schwer, auf diesen Moment zu verzichten, in einem ausverkauften Stadien aufzulaufen. So etwas pusht dich auch noch nach vielen Jahren. Da waren die Corona-Zeiten mit den Geisterspielen vielleicht ein Wink mit dem Zaunpfahl.“

Höwedes stellt zudem klar: „Es hört sich vielleicht doof an, weil ich unheimlich von dem Fußballgeschäft profitiert habe, aber: Geld ist mir nicht wichtig. Teure Uhren und Autos passen nicht zu meinem Lebensstil. Ich habe genug verdient, und ich habe nicht vor, mich auf die faule Haut zu legen, nur weil ich kein Profifußballer mehr bin.“ Welche konkreten Pläne er für die Zukunft hat, wollte Höwedes aber noch nicht verraten. (kos)

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