Felix Zwayer war beim Bundesliga-Topspiel kein entscheidender Faktor, rückte zum Ende der TV-Übertragung aber trotzdem kurz in den Fokus.
Bei Bundesliga-TopspielSchiri gibt Fan auf der Tribüne die Rote Karte
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Allzu viel Spannung kam beim ersten Bundesliga-Topspiel des Jahres zwischen Bayer Leverkusen und dem VfB Stuttgart (1:4) am Samstag (10. Januar 2026) nicht auf, zu überlegen agierten die zur Pause bereits mit 4:0 in Führung liegenden Schwaben.
Für Schiedsrichter Felix Zwayer (44) war der Abend in der BayArena dennoch kein Spaziergang, er war in zahlreichen Szenen gefordert, zeigte auf beiden Seiten je einmal auf den Elfmeterpunkt und musste in mehreren hitzigen Szenen schlichtend eingreifen.
Lob nach Abpfiff für Felix Zwayer
Ein entscheidender Faktor war der Referee in Leverkusen allerdings nicht, entsprechend locker zeigte sich Zwayer auch nach dem Ende der Partie. Auf dem Weg in die Katakomben gab er einem Fan auf der Tribüne seine Rote Karte, auch die Gelbe Karte verschenkte er im Anschluss.
Als Sky die Szene zum Abschluss der Topspiel-Übertragung einblendete, sagte Moderator Sebastian Hellmann (58): „Manchmal sind wir kritisch mit den Schiedsrichtern, aber der Schiedsrichter heute mit einer guten Leistung.“
Der Meinung schloss sich auch Lothar Matthäus (64) an, der für Zwayer das Prädikat unauffällig aussprach – oftmals das höchste Lob für einen Spielleiter. „Man hat ihn nicht gesehen, man hat nicht diskutiert über ihn, er hat die Entscheidungen alle richtig getroffen“, befand der Rekordnationalspieler.
Insgesamt sechs Gelbe Karten zückte Zwayer in den 90 Minuten in Leverkusen, hinzu kamen die beiden Karten für die Fans beim Weg in die Katakomben. Dort gab es noch einen fairen Handschlag mit Bayer-Boss Fernando Carro (61), der genau wusste, dass der Schiri keine Schuld am vergeigten Jahres-Auftakt der Werkself hatte.

Copyright: Screenshot Sky
Schiedsrichter Felix Zwayer verschenkte in Leverkusen nach dem Spiel seine Karten an Fans.
Besuche in der BayArena waren für Zwayer auch schon mal deutlich stressiger, etwa beim denkwürdigen Spiel zwischen Leverkusen und Borussia Dortmund (0:1) im Jahr 2016, als sich Bayer-Trainer Roger Schmidt (58) nach einer Roten Karte lange weigerte, den Innenraum zu verlassen.
Zehn Minuten lang war das Spiel unterbrochen, im anschließenden Sky-Interview bei Hellmann reagierte der damalige Leverkusener Sport-Boss Rudi Völler (65) extrem gereizt auf die Szene und übte deutliche Kritik am Unparteiischen.


