Der 1. FC Köln muss bei einem möglichen Abgang von Said El Mala in diesem Sommer viel Geduld haben. Jetzt schwappen neue Gerüchte aus Dortmund Richtung Geißbockheim.
Gerüchte aus DortmundBereitet sich BVB mit kreativer Lösung auf El Mala vor?

Geht er oder bleibt er? Said El Mala (19) ist nicht nur rund ums Geißbockheim das Transferthema in diesem Sommer. Auch zahlreiche Bundesligaklubs und Vereine aus der Premier League hält er in Atem.
Als EXPRESS.de vor einigen Tagen über Gerüchte aus dem Hoffenheim-Umfeld berichtete, gab es auf der Plattform X ein Dementi der Social-Media-Abteilung von TSG: „Said langer Zeit nicht mehr so eine Transferente gelesen.“ Äußerst ungewöhnlich, dass ein Klub sich zu einem Gerücht äußert und es so eigentlich kategorisch ausschließt, dass der Spieler tatsächlich mal zu einem konkreteren Thema werden kann.
BVB-Interesse an Said El Mala: Paket mit Leihspielern?
Insider bleiben dabei: Die Gedanken, ein Paket für El Mala und dessen Bruder Malek schnüren zu wollen, könnte es gegeben haben. Hintergrund: TSG-Juwel Bazoumana Touré (20) steht bei einigen Klubs aus der Premier League ganz oben auf der Liste. Manchester United ist einer davon. Als Ablöse werden über 40 Millionen Euro spekuliert. Kölns Said El Mala könnte als Ersatz aufgebaut werden, während Bruder Malek (21) in der 2. Mannschaft (3. Liga) zum Einsatz kommen würde.
Hoffenheims Sportchef Andreas Schicker hatte zuletzt in einem „Spielfeld“-Interview gesagt: „Sollte zum Beispiel ein begehrter Spieler wie Bazoumana Touré, der ja bekanntlich viele Interessenten hat, am Ende als Rekordtransfer der TSG-Geschichte wechseln, werden wir ihn nicht eins zu eins ersetzen, auch nicht ersetzen können. Unser Job ist es, dann einen anderen Bazou zu finden, der vielleicht in einem Jahr so weit ist.“ Ob alle bei der TSG mit der Transfer-Enten-Aussage der Social-Media-Abteilung glücklich sind, wird sich zeigen. Denn damit ist die TSG vor der Saison in der Europa League eigentlich raus beim El-Mala-Thema.
Andere Bundesligisten wittern derweil ihre Chancen, El Mala zu bekommen. An der Spitze Borussia Dortmund. BVB-Geschäftsführer Lars Ricken hatte schon im Oktober 2025 offen über das FC-Talent gesprochen: „Natürlich beobachten wir Spieler in diesem Alterssegment extrem aufmerksam. Wir werden auf diesen Markt schauen und die Entwicklung von Said beobachten.“
EXPRESS.de hat jetzt Gerüchte aus dem BVB-Umfeld vernommen. Demnach könnte Dortmund ein kreatives El-Mala-Paket schnüren. Da in der Bundesliga bislang kein Klub bereit ist, die von Köln aufgerufenen 45 Millionen Euro und mehr für El Mala zu bieten, versucht man offenbar, anders an die Sache ranzugehen.
Beim BVB soll das so aussehen: Der Verein bietet 30 Millionen Euro plus fünf Millionen Bonuszahlungen und eine Weiterverkaufsbeteiligung für El Mala. Zudem soll der FC zwei Leihspieler des BVB bekommen. Bei entsprechenden Kaufoptionen könnte das für den FC interessant werden.
Ein möglicher Spieler für eine Leihe ans Geißbockheim wäre beispielsweise Almugera Kabar (20). Der FC sucht nach dem Leihende von Kristoffer Lund einen Linksverteidiger. Kabar ist deutscher U20-Nationalspieler, kam in der abgelaufenen Saison auf einen Einsatz bei den BVB-Profis gegen Leverkusen und spielte hauptsächlich in der Zweitvertretung in der Regionalliga West. Er gilt als äußerst spannender Spieler für die Zukunft.
Türoff rückt nicht von Forderungen bei El-Mala-Verkauf ab
Eine Bedingung für einen konkreten Vorstoß bei El Mala wäre aber, dass der BVB Karim Adeyemi (24) ein Jahr vor dessen Vertragsende verkaufen kann. Aus der Premier League gab es schon loses Interesse, etwa von Aston Villa. Da keine konkreten Angebote vorliegen, soll der aufgerufene Preis für Adeyemi von zunächst 50 bis 60 Millionen Euro auf 30 bis 40 Millionen Euro gesunken sein.
Laut Sky hat der BVB auch andere Spieler im Visier: Anis Hadj Moussa (24, Algerien) von Feyenoord Rotterdam. Er würde auch über 30 Millionen Euro kosten. Ob der BVB tatsächlich ein Angebot für El Mala abgeben wird, werden die nächsten Wochen zeigen.
Beim FC muss man sich darauf einstellen, dass erst nach der WM konkretere Angebote reinflattern. Das Turnier dauert bis zum 19. Juli 2026. Es ist also aktuell davon auszugehen, dass Said El Mala und sein Bruder Malek am 13. Juli beim Trainingsauftakt am Geißbockheim dabei sind.
Ein Wechsel in die Premier League ist natürlich auch noch nicht vom Tisch. Hier würde der FC seine Vorstellungen von rund 50 Millionen Euro für El Mala am ehesten realisiert bekommen. Das Transferfenster schließt erst am 1. September um 20 Uhr. Bis dahin könnte es sich ziehen, je nachdem, was alles bei den Klubs bei Zu- und Abgängen nach der WM passiert. Doch die Frage ist, ob die Familie El Mala den Schritt nach England jetzt schon gehen will.
Zudem könnte es spannend werden, wie man sich hinter den Kulissen einigt, wenn die El Malas nach Dortmund wollen, der FC aber keine 50 Millionen Euro bekommt. Angeblich will die Mutter ihre Söhne weiter in der Nähe in Deutschland spielen sehen.
FC-Finanzboss Philipp Türoff machte nach dem geplatzten Brentford-Deal (die Engländer boten rund 50 Millionen Euro) deutlich, dass die Kölner nicht von ihren Vorstellungen abrücken wollen und nicht nur die Interessen der Familie zählen: „Wir reden über einen Sachverhalt, der für uns strategisch total klar ist. Im Juni ist ein Vorstoß passiert. Der Markt für Said ist nach seiner gezeigten Leistung sehr viel größer als ein Vorstoß. Deswegen haben wir allen Grund dazu, den Ball flachzuhalten. Genau wie die Familie entscheiden kann, was das Richtige ist, können wir das zum Glück auch. Wir sind vertraglich in einer guten Position mit dem Jungen und können unsere Vorstellungen und Bedingungen entwickeln, wenn es dazu käme, dass er uns verlässt.“


