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„Zu Recht abgestiegen“Fortuna steigt nach 0:3-Debakel in Fürth in die 3. Liga ab

SpVgg Greuther Fürth - Fortuna Düsseldorf

Copyright: Daniel Löb/dpa

Tränen bei Florian Kastenmeier.

Tränen-Drama nach 0:3! Fortuna steigt in die 3. Liga ab.

Florian Kastenmeier, der unkontrolliert weinte, wurde zum Symbol für das Debakel des Düsseldorfer Vereins. Erstmals nach 17 Jahren muss der zweifache DFB-Pokalgewinner nach einer herben 0:3-Niederlage bei Greuther Fürth den bitteren Weg in die Drittklassigkeit gehen. Die Auswirkungen dieses sportlichen Desasters sind noch gar nicht abzusehen. Der 17. Mai 2026 droht für den Traditionsclub zu einem dramatischen Einschnitt zu werden.

„Wir haben es komplett verschissen. Wir sind dafür verantwortlich. Ich habe eigentlich keine Ahnung, was ich antworten soll. Es gibt wenig zu sagen“, erklärte Kastenmeier. Er war der einzige Spieler der Fortuna, der von den Anhängern Applaus erhielt und nicht – wie seine Teamkollegen – mit Pfiffen bedacht wurde.

Völlig von seinen Gefühlen übermannt, rang der Keeper vor der Fankurve um Fassung. Im Bereich für Interviews äußerte er sich anschließend unmissverständlich: „Das, was heute passiert ist, ist mit nichts zu entschuldigen.“

SpVgg Greuther Fürth - Fortuna Düsseldorf

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Fortuna stürzt auf Platz 17.

Vorstandsboss Jobst: „Zu Recht abgestiegen“

Die Mannschaft von Coach Alexander Ende ging mit einem Vorsprung von drei Zählern und fünf Treffern in das entscheidende Duell am Ronhof in Fürth. Doch dieses Polster war schnell dahin: In der ersten Hälfte geriet das Team binnen kürzester Zeit mit 0:3 ins Hintertreffen. Vorstandsvorsitzender Alexander Jobst zeigte sich sichtlich ernüchtert.

„Diese Leere im Kopf muss sich jetzt auch jeder nehmen. Mit dem morgigen Tag beginnt die Aufarbeitung, die knallharte Analyse. Nach dem heutigen Spiel muss ich klipp und klar sagen: Wir sind zu Recht abgestiegen“, meinte Jobst. Weder unter Daniel Thioune, noch unter Markus Anfang oder dessen Nachfolger Ende gelang es dem Verein vom Rhein, in dieser chaotischen Saison Stabilität zu finden.

Nur ein Treffer Unterschied zu Fürth

Am Ende fehlte der Fortuna in der Tabelle ein einziges Tor auf Fürth, das den Relegationsplatz belegte. Zwei Treffer waren es auf Eintracht Braunschweig, welches sich durch ein 0:1 beim Zweitliga-Champion FC Schalke 04 rettete. „Diese Fallhöhe von zweiter auf dritte Liga wird eine Tragweite mit sich bringen, die ich heute noch nicht nennen kann“, äußerte Jobst. Dies betrifft nicht nur die Finanzen, denn die Gegner für die Fortuna heißen künftig Verl und Wehen anstelle von Nürnberg und Kaiserslautern.

Zum tragischen Helden für die Gastgeber wurde ausgerechnet Felix Klaus, ein ehemaliger Profi der Fortuna. Im Ronhof von Fürth brachte er vor 16.126 Fans sein Team mit einem Doppelschlag (2./16. Minute) schnell in Führung. Nach etwa 30 Minuten bereitete er zudem das 3:0 von Noel Futkeu vor (36.). Düsseldorf zeigte auch im Anschluss kaum Gegenwehr gegen das sich anbahnende Desaster.

SpVgg Greuther Fürth - Fortuna Düsseldorf

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Felix Klaus jubelt über seinen Treffer zum 1:0.

Mislintat: „Nicht das Ergebnis eines Spiels“

Der Abstieg stellt auch für Sport-Vorstand Sven Mislintat einen herben Rückschlag dar. Er war früher für Vereine wie Borussia Dortmund, den VfB Stuttgart und Ajax Amsterdam tätig. „Wenn ein Spiel so startet, ist das fast wie eine selbsterfüllende Prophezeiung“, kommentierte Mislintat den Spielverlauf, in dem die Düsseldorfer ihren vermeintlich sicheren Vorsprung rasch einbüßten. (dpa/red)

Im Dezember hatte der 53-Jährige die Nachfolge von Klaus Allofs angetreten, um die Situation bei der Fortuna zu stabilisieren. „Das ist nicht das Ergebnis eines Spiels - wahrscheinlich nicht mal nur einer Saison, sondern auch einer Entwicklung in diesem Club“, ordnete Mislintat die Lage ein. Der Sport-Vorstand übte jedoch auch deutliche Kritik am Verhalten der Mannschaft in Fürth: „In der ersten Halbzeit hat nichts gestimmt.“ (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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