Abo

Katastrophe in DüsseldorfFünf Gründe für den fatalen Fortuna-Abstieg

Fortuna Düsseldorf muss den bitteren Gang in die 3. Liga antreten. Fünf Faktoren waren für den Abstieg aus der 2. Bundesliga entscheidend.

Auch mit einem Tag Abstand ist es noch immer kaum zu fassen: Fortuna Düsseldorf steigt aus der 2. Bundesliga ab, spielt erstmals seit knapp zwei Jahrzehnten wieder drittklassig.

Die Fortuna-Bosse Sportvorstand Klaus Allofs und Sportchef Christian Weber gaben nach der so unglücklich wie unnötig vergeigten Relegation gegen den VfL Bochum vor zwei Jahren die Parole aus: Jetzt erst recht, wir wollen in die Bundesliga. Dafür gingen sie laut des damaligen Trainers Daniel Thioune „all-in“.

Fortuna in vielen Bereichen vom Pech verfolgt

Am Ende einer desaströsen Saison und zwei erfolglosen Trainerwechseln heißt es jetzt stattdessen „all-out“. EXPRESS nennt die fünf Gründe für den Abstieg.

  1. 1) Der Kader

Allofs und Weber haben eine Mannschaft zusammengestellt, die vollkommen unausgewogen ist. Zu viele verletzungsanfällige Spieler, keine echten Außenverteidiger, und zu wenig Profis, die als Führungsspieler vorneweg gehen. Zudem sind fast alle ausgeliehenen Akteure gefloppt und waren alles andere als eine Verstärkung. Bei einigen von ihnen hatte man den Eindruck, als würden sie nicht alles für Fortuna geben, weil im Sommer ohnehin eine Trennung bevorstand.

  1. 2) Die Verletzungen

Die Fortuna hat über die gesamte Saison eine unglaubliche Verletzungsmisere gehabt. Für gleich zwei Profis gab es die Hiobsbotschaft Kreuzbandriss. Zusätzlich dazu fielen einige Akteure immer wieder mit muskulären Problemen aus. Fast nie stand zwei Wochen hintereinander die gleiche Elf auf dem Platz. Kontinuität war so nicht möglich.

  1. 3) Harmlose Offensive

Wie soll eine Mannschaft Punkte einfahren, wenn sie keine Tore schießt? Mit nur 33 Treffern stellte man den schwächsten Sturm der gesamten Liga. In den letzten fünf Auswärtsspielen blieben die Rot-Weißen gänzlich ohne eigenen Treffer. Torjäger Itten konnte es mit seinen 15 Saisontoren eben nicht alleine richten.

  1. 4) Trainerchaos

Gleich drei Trainer versuchten, die Fortuna in dieser Saison wieder auf die Erfolgsspur zu bringen. Klappen wollte das jedoch unter keinem. Weder Daniel Thioune noch Markus Anfang oder Alexander Ende konnten die Mannschaft entscheidend stabilisieren. Keine der Spielideen brachte die erhofften Punkte.

  1. 5) Spielglück

Die Partie in Fürth war ein Sinnbild für die gesamte Saison. Bei allen drei Gegentoren hatte jemand seinen Fuß dazwischen. So viel Pech kann eine Mannschaft gar nicht wieder ausbügeln. Oft fehlten nur Zentimeter oder man kassierte kurz vor Schluss ein unnötiges Tor.

SpVgg Greuther Fürth - Fortuna Düsseldorf

„Zu Recht abgestiegen“

Fortuna steigt nach 0:3-Debakel in Fürth in die 3. Liga ab