Der 1. FC Köln hadert mit dem Unentschieden zu Hause gegen Werder Bremen. Eine Sorge, die zu Beginn der Saison schon mal Thema war, wird dabei wieder akut.
„Das ist keine Ausrede“Wird große FC-Sorge jetzt schon akut?
Mit vier Punkten aus drei Spielen ist der 1. FC Köln solide in die Saison gestartet. Die zwei verpassten Zähler beim 1:1 zu Hause gegen Werder Bremen sorgen aber für einen bitteren Beigeschmack beim Blick auf die bisherige Ausbeute.
Gegen die auf Augenhöhe eingeschätzten Nordlichter hatte der FC mit der frühen Führung und dem Heimvorteil eigentlich ausreichend Rückenwind für den zweiten Saison-Dreier, kassierte nach schwacher zweiter Halbzeit aber noch den verdienten Ausgleich. Die Eindrücke fachen auch die Debatte um eine große Sorge beim FC wieder an.
Erneute Fitness-Debatte beim FC droht
Schon nach dem Pokalspiel bei den Würzburger Kickers, als zahlreiche Kölner Profis sich auf der letzten Rille bis zum Abpfiff schleppten, wurde am Geißbockheim über den Fitnesszustand der Mannschaft diskutiert. Nach dem Remis gegen Bremen ist das Thema plötzlich wieder akut.
Torschütze Linton Maina (27), der bereits einen Hilferuf in taktischer Sicht geäußert hatte, ließ mit der Feststellung aufhorchen: „Ich glaube, man hat es gesehen, die Mannschaft war kaputt.“
Die Worte wurden am Montag (14. September 2026) auch im FC-Podcast „Wir waren klar besser“ von EXPRESS und Kölner Stadt-Anzeiger diskutiert. „Wir haben jetzt vier Pflichtspiele absolviert, inklusive Pokal. Darf das sein?“, fragte KStA-Chefreporter Lars Werner, woraufhin EXPRESS-Reporter Jürgen Kemper sich klar und deutlich festlegte: „In meinen Augen nicht.“
Kemper verwies auf eine Podcast-Ausgabe von vor wenigen Wochen und ergänzte über die damals besprochene Fitness-Sorge: „Wir hatten dieses Fitness-Thema schon nach dem Pokal, als es diese Krämpfe gab. Zumindest augenscheinlich war es jetzt diesmal nicht so. Aber wenn der Spieler selbst sagt, dass die Mannschaft kaputt ist – auch das finde ich ehrlicherweise alarmierend.“
Maina hatte die Erschöpfung bei sich und den Kollegen auch damit begründet, dass der FC nach der Pause vor allem hinter dem Ball hergelaufen war und das Spiel entsprechend ausgepumpt beendet hatte.
Ein Argument, das nach Meinung der beiden Reporter aber nur dann zählt, wenn der Kader durch Doppel- oder Dreifachbelastung unter der Woche schon häufiger an die Grenzen gehen musste. Der FC fällt in einem derart frühen Stadium der Saison ohne Europapokaleinsätze aber nicht darunter.
„Für eine Mannschaft ohne englische Wochen ist das keine Ausrede. Das kann hinten raus, im März nach einer anstrengenden Saison, mal passieren, aber nicht nach vier Spielen“, betonte Kemper abschließend. (bc)
