Beim 1:1 des 1. FC Köln gegen Werder Bremen flossen bei einem Spieler nach der Partie die Tränen. Es war ein bewegendes Comeback.
1:1 beim FCEx-Kölner Weiser weint vor den Fans: „Eine sehr lange Zeit“

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Mitchell Weiser (Werder Bremen) weinte nach seinem Comeback in der alten Heimat Köln am 12. September 2026). Kollege Niclas Füllkrug hatte auch Tränen in den Augen.
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Sein letzter Einsatz war am 17. Mai 2025 beim Spiel in Heidenheim. In der Vorbereitung auf die neue Saison verletzte sich Mitchell Weider (32) dann am 16. Juli 2025 schwer: Kreuzbandriss in der Nachmittagseinheit.
Die 14 Monate danach waren teils der blanke Horror. Der gebürtige Troisdorfer, der von 2005 bis 2012 beim FC spielte und zum Profi reifte (wie sein Vater Patrick, der von 1985 bis 1997 und 2005 bis 2007 beim FC kickte), kämpfte in der Reha mit einigen Folgeverletzungen.
Weiser musste für sein Comeback in Köln auch intern kämpfen
Als jetzt das Spiel mit Werder Bremen in Köln nahte (12. September 2026), hatte Weiser den großen Wunsch: In der alten Heimat das Comeback feiern! „Als ich mich in den vergangenen Wochen auf dem Trainingsplatz echt gut gefühlt habe, war 18.30 Uhr in Köln mein Ziel“, so Weiser.
„Ich habe sehr gekämpft. Wenn es nach anderen Leuten gegangen wäre, hätte ich erst nächste Woche mein Comeback geben können.“ Doch nach intensiven Gesprächen mit Trainer Daniel Thioune (52) und der medizinischen Abteilung war die Chance da, dass es klappen könnte.
Thioune sagte über Weisers Comeback: „Ich habe ihm angedeutet, dass er ein paar Minuten bekommen kann, wenn es vonnöten ist – und es war vonnöten.“ In der 83. Minute kam Weiser rein, stand inklusive Nachspielzeit zehn Minuten auf dem Feld und pumpte danach gewaltig.
Doch er genoss diese zehn Minuten nach der langen Leidenszeit wie wohl keine andere Spielzeit in seiner Karriere. Vor den Fans schossen ihm nach der Partie die Tränen in die Augen. Comeback gelungen und das in der Heimat Köln! „Es sind natürlich ein paar Emotionen hochgekommen, weil es schon eine sehr lange Zeit war. Ich habe es natürlich sehr, sehr vermisst, auf dem Platz zu stehen und mit den Jungs zu kämpfen“, so Weiser.
Werder-Torschütze Niclas Füllkrug (33) meinte nach dem 1:1 und den emotionalen Weiser-Szenen: „Ich musste mitweinen. Ich kenne das selbst, diese Momente in der Reha, wenn man nicht weiß, wie es weitergehen soll. Und Mitch hat das alles überstanden.“
Thioune wusste: „Das war bestimmt der schönste Moment, den Mitchell in den vergangenen 14 Monaten nach der Verletzung hatte. Wir haben alle gesehen, dass er ein paar Tränen in den Augen hatte. Dieser Moment, hier in Köln in seiner Heimat zu sein, und dann ein paar Minuten auf dem Platz zu bekommen – das war ein cooler Moment für uns alle. Das war schon richtig krass.“
Hier könnt ihr die FC-Spieler nach dem 1:1 gegen Werder Bremen benoten:
Bewertet hier die FC-Profis für das Remis gegen Bremen
Eure Noten für die FC-Profis im Spiel des 3. Bundesliga-Spieltags gegen Werder Bremen
Marvin Schwäbe
Und Weiser hat auch seinen Beitrag geleistet, dass Werder einen Punkt mit nach Hause nehmen konnte. Er hatte sich völlig verausgabt mit drei Zweikämpfen, sieben Ballkontakten, drei Sprints, vier Pässen und 1,6 Kilometern Laufstrecke.
Trainer Thioune musste schmunzeln: „Ich habe auch gedacht, der fliegt uns fast um die Ohren, als er nach zehn Minuten komplett ausgelaugt über den Platz gelaufen ist. Aber er hat durchgezogen. Das ist ein Prozess, er wird sich jetzt wieder anpassen. Aber es ist erst einmal schön, dass er wieder da ist.“
