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Erst Protz-Jubel, dann ReueBayern-Juwel bittet nach Pfiffen um Verzeihung

Ein Treffer, eine freche Geste und danach die kleinlaute Entschuldigung. Ein Nachwuchstalent des FC Bayern sorgt für Aufsehen und muss sich erklären.

Zuerst die aufreizende Geste, danach das demütige Einlenken.

Lennart Karl zog nach seinem Tor für den FC Bayern beim 2:1-Erfolg gegen die SV Elversberg den Unmut der Heimfans auf sich – und machte nach der Partie einen Rückzieher.

Ballack sieht Licht und Schatten

Der 18-Jährige provozierte die Fans der Gastgeber, nachdem er nach Vorarbeit von Ismael Saibari zur Führung getroffen hatte. Ganz cool hielt er sich den Finger an den Mund und signalisierte damit: Ruhe jetzt! Aber das war noch nicht alles: Mit den Händen an den Ohren deutete er an, dass ihm zu viel geredet werde.

Die Reaktion ließ nicht lange auf sich warten: Karl wurde bei jeder Aktion auf dem Feld gnadenlos ausgepfiffen. Nach dem Spielende zeigte sich der junge Spieler bei DAZN jedoch zerknirscht.

„Es gehören immer Emotionen dazu. Wenn es die Fans falsch verstanden haben, tut es mir echt leid“, sagte er. Er unterstrich, dass seine Geste anders beabsichtigt war und solche Dinge im Fußball passieren. Das berichtet „Sport1“.

Obwohl er getroffen hatte, war für Karl in der 65. Spielminute Schluss, Jamal Musiala kam für ihn auf den Rasen. Michael Ballack, der nicht nur sein Berater, sondern auch Experte bei DAZN ist, beurteilte den Auftritt des Nachwuchsspielers mit gemischten Gefühlen. Der Treffer sei zwar gut für sein Selbstbewusstsein, doch „er hat schon Steigerungspotenzial.“

Er erinnerte daran, dass Karl gerade erst von einer langwierigen Verletzung zurückgekehrt sei. „Er braucht wieder Sicherheit in seinem Körper, in seinen Aktionen. Für einen jungen Spieler ist das nicht einfach. Aber er ist natürlich ein herausragender Fußballer. Wichtig ist, dass er lernfähig ist und dranbleibt“, lautete das Urteil von Ballack.

Diese schlimme Blessur zog sich Karl kurz vor dem WM-Turnier in Nordamerika zu. Wegen eines Muskelbündelrisses beim Nationalteam konnte er an der Meisterschaft nicht teilnehmen. (red)

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