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Wer wird Kwasniok-Nachfolger?Toppmöller sagt ab – noch kein Kontakt zu Funkel

Aktualisiert

Lukas Kwasniok steht beim 1. FC Köln vor der Ablösung. Thomas Kessler könnte sich bereits auf einen Nachfolger festgelegt haben.

Die Entscheidung muss zwar noch durch den Gemeinsamen Ausschuss ds 1. FC Köln, aber der Entschluss von Thomas Kessler steht fest: Er will eine Veränderung auf der Trainer-Position vornehmen.

Nach nur zwei Siegen aus 18 Spielen traut er Lukas Kwasniok die Wende zum Guten nicht mehr zu. Der Geschäftsführer erkennt zwar durchaus, dass die Mannschaft sich keinen Deut hängen lässt und immer alles in die Waagschale wirft, doch die Gefahr, ins Bodenlose abzustürzen, ist einfach zu groß.

FC-Bosse trauen Wagner den Posten als Cheftrainer jetzt zu

Die Länderspielpause bietet dabei die perfekte Möglichkeit, nochmal einen neuen Impuls zu setzen. Dieser wird nach EXPRESS.de-Informationen ein interner sein. Denn es verdichten sich die Anzeichen, dass René Wagner nun federführend das Kommando übernimmt.

Kessler hielt schon zu Zeiten, als Wagner noch Co-Trainer unter Steffen Baumgart war, große Stücke auf den Fußball-Lehrer. Wagner war sogar damals schon in der Verlosung um die Nachfolge von Baumgart, wurde allerdings noch für zu grün hinter den Ohren befunden.

Das hat sich nun mit mehr Erfahrung erledigt, mittlerweile sei Wagner bereit für seine erste Bewährungsprobe in der ersten Reihe. Er gilt als ausgewiesener Fachmann und Taktik-Fuchs, der es nun in Hauptverantwortung beweisen muss.

Diskutiert wurde anfangs auch eine Doppel-Lösung mit Stefan Ruthenbeck. Der hochangesehene und loyale Coach wird immer ins Spiel gebracht, wenn beim FC Not am Mann herrscht. 2017/18 war Ruthenbeck einmal Profi-Trainer, konnte den Abstieg aber nicht mehr verhindern. In diesem Fall spielt er aber in den finalen Gedankenspielen keine Rolle.

René Wagner im Training mit Bällen in der Hand, im Hintergrund steht Lukas Kwasniok.

Copyright: IMAGO/Jan Huebner

René Wagner könnte seinen bisherigen Chef als Trainer ablösen.

Ein anderer Name, der beim FC immer in der Verlosung ist, wenn es etwas zu retten gibt, ist Friedhelm Funkel. Bis Sonntagvormittag gab es allerdings keinen Kontakt, Funkel bestätigte gegenüber EXPRESS.de, dass sich niemand bei ihm gemeldet habe.

Das könnte sich aber noch ändern, das Urgestein könnte auch dieses Mal als klassischer Feuerwehrmann agieren, wenn es auf die letzten Meter der Saison zugeht. Denn es ist denkbar, dass es Kessler erst mit der Interimslösung versucht und sich einen zweiten Schuss offenhält.

Mit Dino Toppmöller kann ein anderer prominenter Name indes gestrichen werden. Im Hintergrund soll es zwar bereits lose Gespräche gegeben haben, in konkrete Verhandlungen wäre der ehemalige Frankfurt-Trainer ohnehin erst nach der Saison und dem geglückten Klassenerhalt eingestiegen. Mittlerweile hat er aber signalisiert, dass er im Sommer höhere Ambitionen hegt.

Lukas Kwasniok telefoniert und spaziert zum Geißbockheim.

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