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Ein Jahr nach FC-SiegPolizei durchsucht Wohnungen wegen Massen-Schlägerei

FC-Profis feiern vor der Fankurve.

Copyright: IMAGO/Schreyer

Nach dem 1:0-Erfolg in Nürnberg feierten die FC-Profis mit den mitgereisten Fans. Währenddessen kam es in Nürnberg zu einer verabredeten Massen-Schlägerei.

Rund um das FC-Spiel in Nürnberg kam es zu einer Massen-Schlägerei unter Fans. Der Fall beschäftigt noch immer die Polizei.

Vor rund einem Jahr machte der 1. FC Köln unter Interimstrainer Friedhelm Funkel durch den Last-Minute-Sieg beim 1. FC Nürnberg einen großen Schritt Richtung Aufstieg. Rund um das Spiel der 2. Bundesliga gab es eine Schlägerei – die nun ein Nachspiel hat.

Denn ein Jahr nach der verabredeten Massen-Prügelei hat die Polizei im Großraum Nürnberg sowie in Köln mehrere Wohnungen durchsucht. Im Nürnberger Stadtteil Rennweg hatten sich damals Dutzende Anhänger beider Teams zu der Schlägerei getroffen.

Durchsuchungen in Köln und Nürnberg

Die Staatsanwaltschaft wirft den Ultras unter anderem vor, sich der gefährlichen Körperverletzung und des Landfriedensbruchs schuldig gemacht zu haben. Der Verdacht richte sich derzeit gegen 68 Verdächtige, teilte die Polizei in Nürnberg mit.

In Nürnberg, umliegenden Ortschaften sowie in Köln waren insgesamt elf Örtlichkeiten durchsucht worden. Zum Teil hätten die Beamten die Türen aufbrechen müssen. Es sei Sachschaden, aber kein Personenschaden entstanden. Die Beamten hätten mutmaßliche Tatkleidung sowie Mobiltelefone sichergestellt. Die Beweismittel sollen nun zu weiteren Tatbeteiligten führen.

In einer Wohnung in Nürnberg sei zudem Kokain gefunden worden. Der 23-jährige Bewohner, der auch mit weiteren Straftaten im Umfeld des Profifußballs in Verbindung gebracht wird, sei auf Antrag der Staatsanwaltschaft verhaftet und einem Ermittlungsrichter vorgeführt worden. In einer Wohnung im unterfränkischen Ebelsbach sei das Dopingmittel Testosteron gefunden worden.

Verabredete Prügeleien unter Ultras der Fanszene haben derzeit Konjunktur. Oft sind Mitglieder der Kampfsport-Szene beteiligt. Die Lust an Gewalt wird häufig als Motiv angegeben.

Nürnberg ist bereits mehrmals in die Schlagzeilen geraten, etwa als 2024 ein Spieler der eigenen Mannschaft verprügelt wurde, nachdem er sich in einem Trikot des FC Bayern München hatte fotografieren lassen. Auch in Dortmund und Umgebung war es wiederholt zu schweren Prügeleien gekommen.

Der FC hatte im Mai 2025 am vorletzten Spieltag mit 1:0 in Nürnberg gewonnen. Eine Woche später tütete Köln durch den Heimerfolg gegen den 1. FC Kaiserslautern den Aufstieg ein. (are/dpa)

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