Eintracht Frankfurt ist der erste Gegner für den neuen FC-Trainer René Wagner. Der ging zwar auf verschiedene sportliche Fragen vor dem Spiel ein, verkniff sich bei einem Thema aber ein Urteil.
„Das ist nicht meine Aufgabe“Wagner weicht bei FC-Frage aus – und äußert Verdacht

Rund zwei Monate ist es inzwischen her, dass auch Eintracht Frankfurt die Reißleine zog: Mitte Januar musste Trainer Dino Toppmöller (45) gehen, am 2. Februar wurde Albert Riera (43) als Nachfolger vorgestellt.
Der erhoffte Turnaround gelang den Hessen zumindest zu Hause, wo es unter dem ehemaligen spanischen Nationalspieler drei Siege aus drei Spielen gab. Wie es sich anfühlt, ein Gegentor im heimischen Waldstadion zu kassieren, weiß Riera noch überhaupt nicht. René Wagner (37) will mit dem FC nun als erster Gast in Frankfurt jubeln.
René Wagner setzt beim FC auf kleine, aber feine Impulse
Für ein Erfolgserlebnis am Ostersonntag (5. April 2026, 17.30 Uhr/DAZN) müssten Wagner und seine Schützlinge nun ihrerseits die Trendwende einleiten: Seit fünf Monaten ist der 1. FC Köln ohne Auswärtssieg, der letzte Dreier in der Fremde datiert vom 2. Oktober (1:0 in Hoffenheim).
Auch wenn Lukas Kwasniok (44) vor der Länderspielpause wegen der Ergebnis-Krise gehen musste, will Wagner das Rad nicht neu erfinden: „Wir kennen alle die Spieltagsleistung von den Jungs, und die war eigentlich immer gut. Deswegen haben wir natürlich versucht, bei den Sachen zu bleiben, die wir bisher sehr, sehr gut gemacht haben.“
Auf der Pressekonferenz vor dem Spiel ging Wagner auf alle Nachfragen zu seiner künftigen Herangehensweise ein, lediglich bei einem Thema wich er aus. Nach erst sieben Spielen zieht für Riera in Frankfurt trotz makelloser Heimbilanz bereits spürbarer Gegenwind auf – erwartet den FC daher ein angeschlagener Gegner, der hinter seinen Erwartungen zurückgeblieben ist?
„Das ist nicht meine Aufgabe, das zu bewerten“, blockte Wagner umgehend ab, ließ sich aber zumindest eine sportliche Einschätzung zum Premieren-Gegner entlocken: „Was ich bewerten kann, ist, dass es eine Mannschaft war, die vielleicht ein oder zwei Gegentore zu viel bekommen hat, den Trainer gewechselt hat und das Problem auf jeden Fall erst mal gelöst hat.“
Nachdem sich in Frankfurt zwischenzeitlich alle wegen der Gegentor-Flut unter Toppmöller die Haare gerauft hatten, bereiten inzwischen die oftmals blutleeren Offensiv-Darbietungen Sorgen. In den jüngsten drei Spielen gab es nur zwei Treffer, im letzten Heimspiel rumpelte sich die SGE zu einem knappen 1:0 gegen Schlusslicht Heidenheim.
Dass die Offensive beim Strategiewechsel unter Riera zunächst ins Straucheln gekommen ist, sei aus seiner Sicht völlig normal, so Wagner. Für die zwei Trainingswochen während der Länderspielpause hatte er daher einen Verdacht: „Ich gehe stark davon aus, dass die Frankfurter jetzt die letzten Tage versucht haben, an ihrer Offensive zu arbeiten.“
Damit diese Arbeit gegen den FC keine Früchte trägt, hält Wagner mit den eigenen Impulsen dagegen, sagte kämpferisch: „Wir haben das Gleiche getan. Wir haben an beiden Enden gearbeitet, gegen und mit dem Ball. Und dann versuchen wir, am Sonntag die bessere Idee zu haben.“

