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„Es gibt eine Tendenz“Vor Debüt: Wagner gibt Einblick in seine Kaderplanung

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Nicht alle Profis werden es am Sonntag in den Spieltags-Kader des 1. FC Köln gegen Eintracht Frankfurt schaffen. Trainer René Wagner versucht, die Kommunikation möglichst transparent zu halten.

Sein Vorgänger hatte in den vergangenen Monaten nur selten die Qual der Wahl, doch René Wagner (37) geht seine Aufgabe als Trainer beim 1. FC Köln mit einem in weiten Teilen kompletten Kader an.

Abgesehen von den beiden Langzeit-Patienten Timo Hübers (29) und Luca Kilian (26) gibt es beim FC derzeit keine Verletzten mehr, bei den jüngsten Rückkehrern steht spätestens kommende Woche eine Rückkehr in das Spieltags-Aufgebot in Aussicht. Dadurch muss Wagner auch harte Entscheidungen treffen.

René Wagner sucht frühzeitig die Gespräche

Auf seine veränderte Rolle angesprochen, sagte der FC-Coach auf der Pressekonferenz am Freitag: „Natürlich wird es mir nicht einfach fallen, aber das liegt in der Natur der Sache, dass man jetzt in der Position genau diese Entscheidung treffen muss.“

Wagner betonte, im Vergleich zu seinem bisherigen Chef Lukas Kwasniok (44) vor allem die entscheidenden Kleinigkeiten anpassen zu wollen. Darunter fällt für ihn auch die Ansprache an die Mannschaft: „Ich glaube, dass wir die Analyse ein bisschen anders gestalten können.“

Zur Kommunikation mit den Profis gehört für Wagner auch das Stichwort Transparenz. „Es gibt eine Tendenz für Sonntag für den Kader“, sagte er zunächst, ergänzte dann: „Ich habe mit ein, zwei Spielern auch schon darüber gesprochen, dass die Tendenz besteht. Vor allem mit Jungs, die vielleicht dann auch enttäuscht sind, nicht mitzufahren. Das ist logisch, aber da versuche ich frühzeitig zu kommunizieren.“

Um die Unzufriedenheit so gering wie möglich zu halten, setzt Wagner auf einen offenen Austausch. Zumal der Samstag mit der Abfahrt nach Frankfurt gleich nach der Kader-Verkündung keinen großen Raum für Einzelgespräche mit den Verschmähten bietet.

Wagner will dafür sorgen, „dass genau dann am Samstag die Enttäuschung nicht so groß ist und wir uns zwei Tage nicht sehen, dass ich das nicht klären kann. Ich möchte schon versuchen, mit den Jungs zu sprechen und zu kommunizieren.“

Konkrete Namen ließ Wagner beim Vorausblick auf Frankfurt allerdings kaum fallen. Ausnahmen: Alessio Castro-Montes (28) sei nach seiner Rückkehr ins Training eine Kader-Option, Joel Schmied (27) dagegen noch nicht. Said El Mala (19) hat derweil beste Startelf-Aussichten, wie der neue FC-Trainer mehr als nur andeutungsweise verriet.

Said El Mala jubelt über ein Tor für den 1. FC Köln.

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