Es wird ein Thriller am Samstag im Rhein-Energie-Stadion! Der 1. FC Köln trifft im Derby auf Borussia Mönchengladbach – beide Teams stehen unter Druck. Toni Polster hat für beide Vereine gestürmt, er spricht über die aktuelle Lage.
Sturm-LegendePolster erinnert sich an FC-Rettung 1996 – so denkt er über Kwasniok

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Toni Polster und Trainer Peter Neururer (r.) in der Saison 1996/97 beim 1. FC Köln.
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Mehr Stürmer geht nicht! Toni Polster (62) hat in seiner Karriere 393 Tore in 674 Pflichtspielen erzielt. Beim 1. FC Köln verdiente er sich den Spitznamen „Toni Doppelpack“, weil er 20 Mal doppelt traf. Insgesamt kam er in 168 Köln-Einsätzen auf 88 Tore.
1998 wurde der sympathische Wiener dann zum Grenzgänger und schloss sich Borussia Mönchengladbach an. Hier traf er in 43 Pflichtspielen 18 Mal. Vor dem Derby am Samstag (21. März 2026, 15.30 Uhr, Sky und Liveticker auf EXPRESS.de) sagt Polster im Gespräch mit EXPRESS.de: „Beide Vereine müssen jetzt aufpassen! Die 2. Liga ruft! Das wird ein Nervenspiel.“
Toni Polster: Sieg in Leverkusen läutete Rettung mit Neururer ein
Polster erinnert sich an die Saison 1995/1996 mit Köln. Damals stand der FC mit Trainer Stephan Engels nach 25 Spieltagen mit 24 Punkten auf Abstiegsrang 17. Engels wurde freigestellt und am 1. April 1996 durch Peter Neururer ersetzt. „Gleich das erste Spiel unter Neururer haben wir mit 2:1 bei Bayer Leverkusen gewonnen. Ich habe das Siegtor erzielt“, erinnert sich die österreichische Stürmerlegende. Polster traf damals in der 87. Minute.
„Der Sieg in Leverkusen zählte für uns natürlich doppelt, war extrem wichtig für die Stimmung“, so Polster. Am Ende wurde Köln Zwölfter mit 40 Punkten – auch dank Sieg im kleinen Derby und Retter Neururer. Doch jetzt sagt Polster: „Die Statistiken zeigen, dass ein Trainerwechsel nicht immer etwas bringt. Ich finde: Lukas Kwasniok macht einen guten Job beim FC. Man sollte zu ihm stehen!“ Ein Sieg im großen Derby würde dem FC aber ganz sicher guttun.
Am Ende glaubt Polster ohnehin, dass beide seiner Ex-Klubs die Klasse halten werden: „Ich hoffe und glaube daran, dass der FC und Mönchengladbach es schaffen. Beide Vereine gehören einfach in die Bundesliga. Ich drücke in jedem Fall die Daumen.“ Am Samstag glaubt er nicht an eine Punkteteilung: „Beide Mannschaften müssen gewinnen. Ein Unentschieden bringt eigentlich keinem etwas.“ Ob Kwasniok nach einer weiteren Niederlage noch Trainer in Köln bleibt, darf bezweifelt werden …
Polster kann am Samstag leider nicht im Kölner Stadion beim packenden Duell seiner Ex-Klubs live dabei sein. Er lacht: „Ich muss arbeiten.“ Polster ist Trainer in der 3. Liga in Österreich (Regionalliga-Ost) bei SC Viktoria Wien. Am 21. März steht das Heimspiel gegen den Favoritner AC an (17 Uhr).
Polster liegt aktuell mit seiner Truppe auf Platz zehn und ist zufrieden: „Für einen Aufstieg in die 2. Liga fehlt uns etwas Geld. Aber wir haben uns in der Regionalliga etabliert und spielen im sechsten Jahr dort.“ Sein Wunsch: Auch Köln und Gladbach sollen sich in den kommenden Jahren in der 1. Liga wohlfühlen.


