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Rettung vertagtKöln verspielt 2:0-Führung bei Union und muss noch zittern

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Am Samstag (2. Mai 2026) musste der 1. FC Köln bei Union Berlin antreten. Es wurde ein knackiger Nachmittag! Der FC roch am Sieg, nahm einen Punkt mit und darf jetzt fast vom Klassenerhalt ausgehen...

Mensch, FC! Die Rettung war so nah! Doch nach einer 2:0-Führung bei Union Berlin hieß es am Ende nur 2:2! Ein Punkt, der dem FC im Kampf um den Klassenerhalt dennoch guttut!

Sollten St. Pauli (gegen Mainz, 15.30Uhr) und Wolfsburg (in Freiburg, 19.30 Uhr) ihre Spiele am Sonntag verlieren, wären es sieben Punkte Vorsprung auf Wolfsburg und sechs Punkte Vorsprung auf St. Pauli . Damit könnte der Kiezklub den FC zwar rechnerisch noch einholen, aber das ist wohl reine Theorie: Das Torverhältnis würde die Kölner sofort retten. Pauli hat minus 27, der FC minus acht. Berlins Trainerin Marie-Louise Eta hatte ihre ersten beiden Spiele verloren. Gegen den FC holte die erste weibliche Cheftrainerin der Bundesliga den ersten Punkt.

FC-Fans sangen schon: „Nie mehr 2. Liga“

Die Partie begann erst einmal mit einer Schrecksekunde: Jahmai Simpson-Pusey blieb am Mittelkreis liegen, nachdem er mit dem Kopf gegen die Schulter von Ilyas Ansah geknallt war. Das sah böse aus. Der Kölner konnte aber nach einer kurzen Behandlung weiterspielen.

Die erste Chance hatte Köln dann nach einem schönen Chip-Pass von Luca Waldschmidt auf Jakub Kaminski. Der Pole konnte den Ball allerdings nicht verarbeiten. Der FC musste dann auch ein paar knifflige Momente überstehen. Nach einem geblockten Befreiungsschlag von Marvin Schwäbe traf Aljoscha Kemlein nur den Pfosten. Eric Martel sah nach einem Foul die zehnte Gelbe Karte, fehlt damit im Heimspiel gegen Heidenheim am 10. Mai.

Wenig später war der Spielball kaputt. Mit einer anderen Murmel traf der FC nach 33 Minuten: Nach einem langen Ball von Marius Bülter stand Said El Mala eigentlich im Abseits, doch er griff nicht ein. Kollege Kaminski bediente von außen Bülter, der mit einem sehenswerten Schuss zur Führung traf. Teufelskerl Bülter – er leitete sein eigenes Tor ein! Ausgerechnet der Ex-Unioner, der von 2019 bis 2021 bei den Berlinern kickte.

Nach 43 Minuten hätte Kaminski auf 2:0 erhöhen können, doch Carl Klaus parierte überragend. Der Abpraller wurde Waldschmidt von Diogo Leite noch vom Fuß gegrätscht. So ging es mit der knappen Führung der Kölner in die Kabine.

Der FC startete abgeklärt in die zweite Hälfte. Bei einem Konter kam Kaminski im Zentrum nicht an eine El-Mala-Flanke ran. Das war stark gemacht vom Kölner Youngster. Nach 61 Minuten platzte dann auch bei ihm der Knoten und er traf zum 2:0! Wie Wagner es bei El Mala prophezeit hatte. Es war der zwölfte Saisontreffer des Kölner Youngsters, der in der Woche zuvor gegen Leverkusen noch etliche Chancen vergeben hatte.

Der FC hatte sich vor dem Union-Tor festgesetzt. Kristoffer Lund bekam dann viel Platz auf der linken Seite und marschierte zur Grundlinie. Seine flache Hereingabe versenkte El Mala mit dem linken Fuß ins lange Eck zum 2:0. Die mitgereisten FC-Fans stimmten im kollektiven Freudentaumel ein: „Nie mehr 2. Liga, nie mehr, nie mehr …!“ Die Union-Fans brüllten dagegen: „Aufwachen! Aufwachen!“

Wagner wechselte kurz nach dem Treffer Felipe Chavez für Waldschmidt ein, der sich für das Team verausgabt hatte. Nach gut 70 Minuten kamen dann Jan Thielmann, Linton Maina und Youssoupha Niang rein (für Bülter, Kaminski und El Mala). Es kam in der Folge zu einem Bruch im FC-Spiel!

In der 73. Minute war das Publikum im Stadion „An der Alten Försterei“ wieder voll da! Anschlusstreffer zum 1:2! Tom Rothe köpfte nach einem Eckball ein. In der 80. Minute muss Wagner dann den angeschlagenen Lund gegen Joel Schmied ersetzen. Köln ließ sich nach den Wechseln zu leicht hinten reindrängen, Union wurde immer wieder gefährlich. Es wurde ein Nervenspiel!

Für Entlastung sorgte nur vereinzelt mal ein Konter. Maina schoss nach Niang-Flanke knapp drüber, da war der Keeper noch mit den Fingerspitzen dran. Es kam, wie es kommen musste: Livan Burcu wurde an der Strafraumgrenze von Thielmann nicht gestört. Sein Schuss landete im Netz. Nach neunminütiger Nachspielzeit hieß es 2:2.

Der Kölner Trainer tauschte im Vergleich zur Startelf gegen Leverkusen (1:2) zweimal: Für den gelbgesperrten Isak Johannesson startete Tom Krauß und für Linton Maina rückte Luca Waldschmidt, der zuletzt als Joker geglänzt hatte, in die Anfangsformation.

So begann der FC bei Union: Schwäbe – Sebulonsen, Simpson-Pusey, Özkacar, Lund – Krauß, Martel – Waldschmidt, Bülter, Kaminski – El Mala

Rav van den Berg musste verletzt passen, auf der Bank saßen zunächst Zieler, Schmied, Heintz, Huseinbasic, Castro-Montes, Chavez, Thielmann, Maina und Niang.

DEU, DFL, 1. FBL, 1.FC Union vs. 1.FC Koeln, / 02.05.2026, Stadion Alte Foersterei, Berlin, DEU, DFL, 1. FBL, 1.FC Union vs. 1.FC Koeln, im Bild: Diogo Leite 1.FC Union Berlin 4, JAKUB KAMINSKI 1.FC Koeln 16 DFL - regulations prohibit any use of Photographs as image sequences and/or quasi-video *** DEU, DFL, 1 FBL, 1 FC Union vs 1 FC Koeln, 02 05 2026, Stadion Alte Foersterei, Berlin, DEU, DFL, 1 FBL, 1 FC Union vs 1 FC Koeln, im Bild Diogo Leite 1 FC Union Berlin 4 , JAKUB KAMINSKI 1 FC Koeln 16 DFL regulations prohibit any use of Photographs as image sequences and or quasi video nordphotoxGmbHx/xEngler nph00076

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