FC-Knoten geplatzt Von wegen nur Modeste: Vier Derby-Torschützen, viermal Erlösung

Mark Uth jubelt für den 1. FC Köln gegen Borussia Mönchengladbach.

Mark Uth (l.) jubelt über sein 2:1 für den 1.FC Köln gegen Borussia Mönchengladbach am 27. November 2021

Lange Zeit lebte der 1. FC Köln von Anthony Modestes Treffern. Beim Derby-Erfolg gegen Borussia Mönchengladbach platzten zur Freude von Steffen Baumgart gleich mehrere Tor-Knoten.

Der 1. FC Köln hat schon zum ersten Advent alle vier Tor-Kerzen angezündet. Das 4:1 gegen Borussia Mönchengladbach (am Samstag, 27. November 2021) war nicht nur die größtmögliche Belohnung nach fast zwei Monaten ohne Liga-Sieg – es war auch ein klares Zeichen, dass die FC-Offensive nicht nur aus Anthony Modeste (33) besteht!

Dejan Ljubicic: Schuh verloren, Derby gewonnen

Der Franzose hatte zwischenzeitlich sechs Kölner Pflichtspiel-Treffer in Folge erzielt, sich mit einem Tor-Anteil von 47,1 Prozent zum wichtigsten Stürmer der Bundesliga geballert. Im Derby stand Tony zwar trotz seiner schweren Beckenprellung aus dem Mainz-Spiel in der Startelf, ließ aber seinen Mitspielern den Vortritt.

Dejan Ljubicic (24), Mark Uth (30), Ondrej Duda (26) und Sebastian Andersson (30) – vier verschiedene FC-Torschützen, vier Geschichten, viermal große Erleichterung!

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Ljubicic: Der Neuzugang von Rapid Wien gehörte in den ersten Saison-Wochen zu den stärksten Kölnern, feierte bereits am dritten Spieltag gegen Bochum (2:1) seinen Debüt-Treffer – aber nur kurz, denn Ljubicic wurde aufgrund eines Handspiels zurückgepfiffen. Drei Monate später war es im Derby endlich so weit. „Das ist unglaublich schön“, grinste der Ösi nach Abpfiff übers ganze Gesicht.

Kurios: Während der Angriff zum 1:0 schon lief, band sich der Torschütze im Mittelkreis noch den Schuh zu. Keine Absicht, beteuerte Ljubicic später – doch dadurch hat die Gladbacher Defensive „Dejo“, der perfekt in den rechten Winkel traf, aus den Augen verloren.

Mark Uth: Tor vor der Südkurve „etwas ganz Besonderes“

Uth: Der FC-Rückkehrer hatte sich zuletzt im EXPRES.de-Interview noch selbst kritisiert. „Ein Tor ist für meine Ansprüche zu wenig“, so Uth, der zuvor nur bei der 2:3-Pleite in München getroffen hatte. Gegen Gladbach musste er sogar erstmals seit zwei Monaten wieder auf die Bank – schoss den FC als Joker aber auf die Siegerstraße!

Seine Gefühlslage nach dem 2:1? Uth: „Erleichterung, weil ich in den letzten Wochen echt nicht getroffen hatte. Für mich war das etwas ganz Besonderes vor der Südkurve – bei meinem ersten Derby-Sieg. Ich bin einfach nur glücklich.“ So kann es weitergehen!

Duda: Gilt auch für Ondrej Duda, bei dem endlich der Knoten platzte. Gegen RB Leipzig und in Mainz (jeweils 1:1) hatte der Slowake noch 100-prozentige Chancen verballert. Obwohl der Ex-Herthaner vergangene Saison Kölns Top-Scorer und Lebensversicherung war.

Mit Steffen Baumgarts (49) Fußball fremdelte Duda zunächst, kam zuletzt aber immer besser in Fahrt. Und nach vier Nationalmannschafts-Toren in der Länderspielpause belohnte sich der FC-Spielmacher auch in der Bundesliga. Duda ist wieder auf Kurs!

1. FC Köln wird unberechenbarer

Andersson: Tor-Balsam auch für Sebastian Andersson. Nach der Umstellung auf Doppelsechs bleibt dem Schweden seit Wochen nur die Joker-Rolle hinter Modeste – ohne Erfolgserlebnis. Umso besser wird ihm der Derby-Schlusspunkt zum 4:1 tun.

„Es war ein tolles Gefühl, wieder zu treffen, das letzte Tor war schon fünf, sechs Spiele her“, sagt der Schwede nach seinem zweiten Saisontreffer. Nummer eins war ihm beim 3:1 gegen Fürth gelungen.

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Plötzlich ist der FC unberechenbar! Nach Wochen, in denen ohne Modeste gar nichts ging, war Andersson der fünfte Torschütze in Folge, der nicht die Nummer 27 auf dem Rücken trägt. Schon vor dem Derby-Triumph hatte Salih Özcan (23) Köln zum 1:1 in Mainz geköpft.

Ganz nach dem Geschmack von Coach Baumgart: „Ich freue mich über die verschiedenen Torschützen, daran haben wir lange arbeitet. Die Jungs haben viel dafür getan.“ Mal schauen, wer am Samstag (4. Dezember, 15.30 Uhr) in Bielefeld an der Reihe ist…

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