Abo

„Werde mich nicht verändern“Trainer-Entscheidung beim FC? So plant Wagner jetzt

Aktualisiert:

Der 1. FC Köln trifft am vorletzten Spieltag der Bundesliga auf Heidenheim. Für René Wagner ein entscheidendes Spiel. Sollte sich der FC nicht blamieren, wird er auch nächste Saison an der Seitenlinie stehen.

Thomas Kessler hat René Wagner noch vor dem abschließenden Heimspiel gegen den 1. FC Heidenheim die Tür für die kommende Saison sperrangelweit aufgemacht.

Der FC-Geschäftsführer sprach dem Nachfolger von Lukas Kwasniok quasi eine Job-Garantie aus, verblüffte dabei auch mit einer 99,9-Prozent-Aussage. Außerdem sagte er: „Wir sind sehr zufrieden mit dem, was René in den letzten Wochen gemacht hat. Ich erlebe ihn täglich in der Arbeit mit dem Trainerteam und der Mannschaft. Er macht einen sehr guten Job.“

Kessler-Gespräch mit Wagner steht noch aus

Nur wenn die beiden Spiele gegen Heidenheim und die Bayern richtig in die Binsen gehen, dürften sich die Gremien jetzt noch querstellen. „Ich bin nicht der Einzige, der mit am Tisch sitzen wird, wenn die Entscheidung fällt. Es liegt aber in meiner Verantwortung, Dinge vorzuschlagen“, lässt Kessler seinen Wagner-Plan durchblicken.

Und Wagner selbst? Er hat sich bislang laut eigener Aussage lediglich mit dem Heidenheim-Spiel beschäftigt und nicht mit seiner eigenen Trainer-Zukunft.

„Wir haben darüber noch nicht gesprochen. Ich bin aber mit Kess im stetigen Austausch, er versucht mich mitzunehmen. Ich will aber nicht, dass wir den Fokus auf Heidenheim verlieren. Alles andere werden wir in der Woche nach dem Spiel besprechen“, sagte Wagner.

Heißt: Noch hat ihm Kessler, der am Donnerstag auch zugab, mit anderen Trainer-Kandidaten gesprochen zu haben, nicht gesagt, dass er es machen soll. Das Gespräch dürfte dann Anfang kommender Woche folgen, sofern das letzte Heimspiel der Saison nicht vollends in die Hose geht.

Wagner selbst weiß auch, dass nicht mehr viel gegen seine Trainer-Zukunft in Köln spricht. Er macht sich offenbar auch schon Gedanken um die nächsten Monate. So will Wagner in Köln auf die Arbeit seiner bisherigen Zeit aufbauen. „Wenn ich am Ende derjenige bin, der hier weiterarbeiten darf, dann wird das genau der Fokus sein wie in den ersten Wochen und Monaten – und da werde ich mich auch nicht verändern“, sagt Wagner.

Und worauf lag der Fokus in den ersten sieben Wochen seiner Amtszeit? „Ich denke, dass sich die Atmosphäre verbessert hat, vor allem bei uns im Staff. Wir haben es geschafft, noch ein Stück enger zusammen zu rutschen, jeden mitzunehmen. Das zeigt sich jeden Tag im Training. Ich wollte einfach, dass jeder das Gefühl hat, dass er gebraucht und mitgenommen wird. Das haben wir geschafft.“

Damit will er dann auch kommende Saison erfolgreich sein, wenn man ihn lässt. Schon am Sonntag könnte er Nägel mit Köpfen machen.

Jonas Reckermann mit Schal des 1. FC Köln im Rhein-Energie-Stadion.

„Hat leider nicht funktioniert“

FC-Edelfan über Kessler, Profis & Bayern-Duell