Thomas Kessler muss beim 1. FC Köln in den kommenden Wochen wegweisende Entscheidungen treffen. Bei der Trainerfrage sprach er am Donnerstag über seine Tendenz.
„99,9 Prozent“-AnsageKessler zufrieden mit Wagner – FC spricht mit Trainer-Kandidaten

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Es kommt nicht oft vor, dass Thomas Kessler unter der Woche zu einer Medienrunde bittet. Am Donnerstag hatte der FC-Geschäftsführer aber offensichtlich Redebedarf. Die große Frage vorher lautete: Gibt Kessler vor dem Heidenheim-Spiel bekannt, dass René Wagner auch kommende Saison Trainer beim 1. FC Köln ist? Die Antwort lautet: nein!
Denn auf die konkrete Frage, ob es mit Wagner weitergeht, wich Kessler aus und verwies auf die beiden abschließenden Spiele gegen Heidenheim und die Bayern.
Kessler plädiert für Wagner-Verbleib beim FC
Er sagt aber klipp und klar: „Es ist eine Zufriedenheit da. Die Wahrscheinlichkeit liegt bei 99,9 Prozent, habe ich aus den Medien erfahren. Dann verlasse ich mich mal darauf, was ich gelesen habe“, sagte er mit einem Augenzwinkern. Gleichzeitig nutzte der FC-Boss die Gelegenheit, um ein Plädoyer für den Trainer zu halten und seine Wertschätzung auszudrücken.
„Rene hat entscheidende Stellschrauben verändert und die nötigen Punkte geholt. Er macht einen sehr guten Job. Ich traue ihm daher zu, den Job zu machen. Ich habe ihn nicht aus einer Laune heraus befördert, sondern aus absoluter Überzeugung. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass das in Zukunft auch so sein wird.“
Kessler ist pro Wagner, den die Fans zuletzt in einer EXPRESS.de-Umfrage mehrheitlich kritisch gesehen hatten. Der Sport-Boss versteift sich aber nicht nur auf die Personalie, zumal es im Verein auch Stimmen gibt, die sich einen Neuanfang auf der Position wünschen. Er gab zu, dass er in dieser Phase auch mit anderen Trainer-Kandidaten redet. „Es liegt in meiner Verantwortung, den Markt zu sondieren und Gespräche zu führen“, sagte Kessler.
Seine favorisierte Lösung bleibt aber weiter Wagner. Das ließ er mit jedem Satz am Donnerstag durchblicken. Kessler ist absoluter Befürworter des Trainers und will mit ihm auch in die kommende Saison gehen.
„Ich bin aber nicht der Einzige, der mit am Tisch sitzen wird, wenn die Entscheidung fällt. Es liegt aber in meiner Verantwortung, Dinge vorzuschlagen“, weiß Kessler um die Vereinsstrukturen.
Er wird den Gremien vorschlagen, mit Wagner weiterzumachen. Dafür braucht es aber noch einen vernünftigen Saisonabschluss, um die Kritiker im Verein zu überzeugen. Denn bei einer möglichen Pleite gegen Heidenheim und einer klaren Niederlage gegen die Bayern wäre der Widerstand ungemein größer.
