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+++ Eilmeldung +++ Showdown im Rathaus Geißbockheim-Ausbau: So stimmte die Kölner Politik ab

+++ Eilmeldung +++ Showdown im Rathaus Geißbockheim-Ausbau: So stimmte die Kölner Politik ab

Showdown im RathausGeißbockheim-Ausbau: So stimmte die Kölner Politik ab

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Showdown im Rathaus! Am Donnerstag stimmten die Fraktionen in Köln darüber ab, ob der 1. FC Köln Ausweichplätze rund ums Geißbockheim bekommt.

Der 1. FC Köln beginnt Anfang Januar 2027 mit dem Bau des neuen Nachwuchsleistungszentrums für rund 50 Millionen Euro am Franz-Kremer-Stadion. Dadurch fällt der dortige Kunstrasenplatz weg. Damit die FC-Mannschaften alle genügend Platz fürs Training haben, soll der FC jetzt drei Plätze bekommen.

Über den Ausbau am Geißbockheim wurde allerdings schon seit zwölf Jahren gestritten. Am Donnerstag (2. Juli 2026) stand eine entscheidende Ratssitzung an: Die Fraktionen sollten darüber entscheiden, ob der FC drei Satellitenplätze bekommt und diese modernisieren darf. Das Ergebnis sorgt beim FC für Erleichterung: Der Rat stimmte dem Antrag zu!

1. FC Köln: Geißbockheim-Ausbau schreitet voran

Bei den Plätzen handelt es sich um den Ascheplatz an der Eichenkreuzanlage des SC Blau-Weiß 06 Köln. Dieser soll in einen Kunstrasenplatz umgewandelt werden. Der FC muss die Kosten für die Baumaßnahmen tragen und der Breitensport darf den Platz kostenfrei nutzen.

Zudem soll die bereits vom 1. FC Köln angemietete „Kampfbahn“ nördlich der Eichenkreuzanlage auf Kosten des FC modernisiert werden. Auf dem Naturrasen sollen ein Hybridrasen sowie eine Flutlichtanlage errichtet werden. Zusätzlich wird der komplette Kabinenbereich innerhalb des Staffelgeschosses auf dem Fort Deckstein modernisiert und an den FC verpachtet. Ein weiterer Platz soll unmittelbar am Geißbockheim ertüchtigt werden: Trainingsplatz 2. Nach Abschluss eines neuen Pachtvertrags sollen hier die Entwässerung saniert werden und ebenfalls ein Hybridrasen und eine Flutlichtanlage entstehen.

Im Vorfeld der Ratssitzung am 2. Juli sagte Oliver Seeck (SPD, Vorsitzender des Sportausschusses der Stadt Köln): „Wir laden alle demokratischen Fraktionen im Stadtrat herzlich ein, diese gute Lösung für den FC, die Jugendteams und die Nachwuchsförderung, umzusetzen.“ Doch die Themen Klimawandel und Umweltschutz kamen nach den vergangenen Hitzetagen ganz oben auf die Tagesordnung.

Die neunte Sitzung begann am Donnerstag um 14.09 Uhr im Ratssaal des Spanischen Baus. Oberbürgermeister Torsten Burmester begrüßte alle Anwesenden, darunter auch zahlreiche FC-Fans im Gästebereich. Satte 14 Tagesordnungspunkte mit etlichen Unterpunkten standen im öffentlichen Teil an.

Zunächst sprach der OB über seine zurückliegende Ukraine-Reise. Es war ein beeindruckender und bewegender persönlicher Bericht nach dem Angriffskrieg Russlands. Dann war die zurückliegende Hitzewelle Thema in einer „Aktuellen Stunde“. Es wurde über Hitzeschutzmaßnahmen und Klimaschutz in Köln und der Region diskutiert. Die Auswirkungen des Klimawandels brachten Rettungs- und Pflegekräfte an ihre Grenzen. Es gab eine hohe Übersterblichkeit. Fakten, die auch beim Thema Geißbockheim-Ausbau eine Rolle spielen. Gegner wollen den Grüngürtel schützen. So wurde auch gefordert, Grünflächen in Köln nicht weiter zu bebauen.

Als bei einigen Themen wie potenziellen Waffenlieferungen über den Köln/Bonner Flughafen emotional diskutiert wurde und auch Rufe von der Tribüne kamen, warnte Burmester das Publikum: „Wenn weitere Rufe kommen, werde ich den Bereich räumen lassen.“ Damit war klar, dass beim emotionalen Geißbockheim-Thema Ruhe herrschen sollte.

Durchbruch für den FC: Rat stimmt für Satellitenplätze

Unter 3.7 waren dann um kurz vor 17 Uhr der FC und sein Geißbockheim dran: Antrag der SPD-Fraktion betreffend „1. FC Köln – Satellitenplatz-Modell“ (AN/1110/2026). Oliver Seeck stellte den Antrag vor und meinte: „Heute beschließen wir etwas, was längst überfällig ist. Es wird Zeit, dass etwas passiert.“ Er hob die Bedeutung des FC wirtschaftlich (160 Millionen Euro Umsatz) und sozial (Projekte der FC-Stiftung) für die Stadt hervor, sprach von 160.000 Mitgliedern und Hunderten Kindern, die dort Sport treiben.

Christiane Martin (Bündnis90/Grüne) trat ans Rednerpult und verwies auf die „Aktuelle Stunde“. Das Thema Klimawandel sei nach der Hitzewelle präsenter denn je, Grünflächen sollten im natürlichen Zustand erhalten bleiben. Hybridrasen würde sich aufheizen und Flutlicht würde die Tiere stören. Hier würden Grünflächen zerstört. Die Grünen stellten einen Änderungsantrag. Volker Görzel (DFP/KSG) stellte aber klar, dass nicht der FC und seine Mitglieder oder die geplanten Maßnahmen im Grüngürtel für den Klimawandel verantwortlich seien.

Über den Antrag wurde folgendermaßen abgestimmt: SPD, CDU, Teile der Linken, FDP haben zugestimmt, damit wurde der Antrag angenommen.

Das Ergebnis war also eindeutig: Der Rat hat dem Satellitenplatzmodell zugestimmt. Burmester sagte: „Ich danke allen, die diskutiert haben.“ Nach dem Abstimmungsergebnis sollen jetzt die erforderlichen Maßnahmen auch zeitnah von der Verwaltung umgesetzt werden. Wie schnell Köln nach dem Entschluss jetzt ins Handeln kommt, wird sich zeigen.

Seeck zeigte sich zufrieden: „Der Kölner Stadtrat hat heute den Antrag der SPD-Fraktion zum Satellitenplatzmodell beschlossen. Wir haben Wort gehalten. Nach zwölf Jahren Stillstand, Gerichtsverfahren und politischen Patt-Situationen bekommt Köln endlich die Sportinfrastruktur, die diese Stadt verdient.“ Der FC Köln kann nun auf eigene Kosten drei Anlagen im Bereich Fort Deckstein modernisieren. Davon profitiert auch der Breitensport. 

Armin Reutershahn im Gespräch mit René Wagner.
Entscheidung gefallen
FC komplettiert Trainer-Team um Chef Wagner