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Hand-Ärger in KölnSchiri-Experte deutlich: „Steht explizit in den Regeln“

Der ehemalige Schiedsrichter Manuel Gräfe hat die umstrittene Handspiel-Szene im BVB-Strafraum analysiert – und sieht diese durchaus komplex.

Nicht nur der 1. FC Köln samt Anhängerschaft rätselt noch immer über den ausgebliebenen Elfmeterpfiff beim Spiel gegen den BVB am Samstagabend (7. März 2026).

BVB-Verteidiger Yan Couto hatte den Ball nach einer Flanke an den ausgestreckten Arm bekommen – Schiedsrichter Daniel Siebert zeigte aber nicht auf den Punkt, der Videoschiedsrichter intervenierte nicht.

Manuel Gräfe: „Der BVB hatte großes Glück“

Ein Vorgang, den auch Ex-Schiedsrichter Manuel Gräfe bei „Bild“ nicht nachvollziehen kann!

„Natürlich ist es nie gut für einen Schiedsrichter, wenn er bereits zwei VAR-Eingriffe hatte. Man neigt dann vielleicht dazu, keinen weiteren zulassen zu wollen“, schätzt Gräfe zunächst die menschliche Seite der Situation in seiner Analyse ein.

Zudem sei die Szene durchaus komplex: „Der Ball wird über eine lange Strecke gespielt, der Dortmunder springt – aber am Ball vorbei. Die entscheidende Frage lautet: Ist die Armbewegung nach vorne die Folge der Sprungbewegung, oder streckt er den Arm absichtlich aus?“

Für Gräfe sprechen die Hilfskriterien, um solche Szenen bewerten zu können, allerdings eine klare Sprache – und nach diesen hatte der BVB viel Glück: „Denn man sieht deutlich: Der Spieler hat den Arm zunächst angewinkelt. Nachdem er den Ball verpasst hat, geht der Arm nach vorne in die Flugbahn des Balles.“

Genau das sei in den Regeln „explizit“ beschrieben: „Bewegt sich der Arm in die Flugbahn des Balles – geht also die Hand zum Ball –, ist dies als strafwürdig auszulegen“, bewertet Gräfe.

Anders hätte der frühere Bundesliga-Referee die Situation ausgelegt, wenn der Ball den Arm in der angewinkelten Stellung getroffen hätte. „In einer normalen Sprungbewegung wäre das sicherlich eher als unglücklich zu werten gewesen“, so Gräfe weiter.

Doch Couto habe den Ball lange sehen können und eben verpasst – darauf hätte sich der Abwehrspieler einstellen müssen: „Er ist verpflichtet, ein Handspiel aktiv zu verhindern. Stattdessen streckt er den Arm nach vorne aus, berührt den Ball und verhindert damit, dass der Kölner Spieler so an den Ball kommt, wie er sonst gekommen wäre.“

Für Gräfe ist der Fall insofern klar: „Der BVB hatte großes Glück, dass es keinen Strafstoß für den FC gab.“ Die beiden anderen VAR-Szenen des Abends – die Rote Karte gegen Simpson-Pusey sowie der zurückgezogene Strafstoß nach einem Zweikampf zwischen Özkacar und Silva – seien unterdessen gute Eingriffe gewesen.

Zuvor hatte sich auch der DFB selbst gegenüber EXPRESS.de zu der strittigen Szene geäußert. „Der Schiedsrichter nahm kein Handspiel wahr, deshalb ließ er weiterspielen. Nach Ansicht des Video-Assistenten war die Armhaltung von Yan Couto im Sprung natürlich, auch wenn er den Ball mit dem Kopf verfehlte. Deshalb sah er von einer Intervention ab“, hieß es in einer Stellungnahme der Sportlichen Leitung der DFB Schiri GmbH.

Dem 1. FC Köln hilft das im Nachgang natürlich wenig. Mit 24 Punkten rutschte die Mannschaft von Lukas Kwasniok am Wochenende auf Rang 14 ab und ist damit punktgleich mit dem FC St. Pauli, der auf einem Relegationsplatz steht.

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