Auch im letzten Spiel des 25. Bundesliga-Spieltags wird über Schiedsrichter-Entscheidungen diskutiert. Union Berlin lässt sich zu einer Anspielung auf den FC hinreißen.
Schiri-Ärger bei Baumgart-Klub„Werde hier noch zum Kölner Stadionsprecher“

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Steffen Baumgart tröstet Andras Schäfer nach dessen Roter Karte.
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Das nächste Bundesliga-Spiel, der nächste Schiri-Ärger. Zum Abschluss des 25. Spieltags stehen sich Union Berlin und Werder Bremen gegenüber.
Und schon in der Anfangsphase geht es hoch her. Zunächst gibt es nach Foul von Niklas Stark an Ilyas Ansah einen Elfmeter für Union (16.). Das Foul an sich ist völlig unstrittig, allerdings beginnt die Aktion schon vor dem Strafraum. Ansah fällt dann aber erst im Sechzehner. Den Strafstoß verwandelt Derrick Köhn zur Führung der Eisernen (18.).
Union-Profi spricht von „harter Entscheidung“ – Fassungslosigkeit auf Social Media
Wenig später Diskussionen auf der anderen Seite. Nach einem Foul von Andras Schäfer an Jens Stage zeigt Schiedsrichter Timo Gerach dem Union-Profi die Rote Karte (19.). Eine harte Entscheidung, die aber auch nach VAR-Überprüfung bestehen bleibt. In Überzahl dreht Werder durch Tore von Olivier Deman (31.) und Stage (35.) anschließend das Spiel.
„Ja klar, er trifft ihn schon unten, aber ich finde, er trifft ihn nicht oben am Knöchel, sondern unten am Fuß. Das ist eine sehr, sehr harte Entscheidung für mich“, sagt der verletzte Union-Profi Tom Rothe in der Halbzeit bei DAZN. „Es ist schwer, das dann wieder zurückzunehmen, denn er trifft ihn schon. Aber ich finde, da kann man auch Gelb für geben.“
Deutlich weniger sachlich kommentiert der Account der Eisernen die Szene bei X. „Rot?!“, so zunächst die ungläubige Frage. Nach der VAR-Überprüfung heißt es: „Die bleibt ernsthaft bestehen... wow.“
Mit einem Ein-Tore-Rückstand und in Unterzahl geht es für die Mannschaft von Trainer Steffen Baumgart in die Pause. Der Social-Media-Account kommentiert das Ganze mit einer ordentlichen Portion Galgenhumor – und einem Seitenhieb Richtung 1. FC Köln.
„Wenn es in Halbzeit 2 so weitergeht, werde ich hier noch zum Kölner Stadionsprecher ...“, schreibt Union Berlin auf X. Eine Anspielung auf Michael Trippel, der sich bei der 1:2-Niederlage des FC gegen Borussia Dortmund mehrfach erbost zu den Entscheidungen der Offiziellen geäußert hatte und dem deshalb womöglich noch ein Nachspiel droht.
Nach der Pause schafft es Union nicht mehr, das Spiel zu drehen. Im Gegenteil. Werder gewinnt am Ende deutlich mit 4:1. Auch für den FC ist das Spiel von großer Bedeutung. Die Bremer ziehen durch den Sieg an den Kölnern vorbei, der FC rutscht auf Tabellenplatz 14 ab – punktgleich mit dem Relegationsrang.


