Der 1. FC Köln und Stadionsprecher Michael Trippel bekommen Ärger! Nach den Vorfällen am Samstagabend im Rhein-Energie-Stadion reagiert jetzt der DFB-Kontrollausschuss.
VAR-FrustDFB nimmt Trippel & FC ins Visier – Köln-Vize im Kontrollgremium
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Das 1:2 gegen Borussia Dortmund wird als wahres Frust-Spiel in die Kölner Geschichtsbücher eingehen. Es gab nicht nur eine bittere Niederlage mit reichlich VAR-Wut – jetzt gibt es auch noch ein Nachspiel und Konsequenzen vom DFB.
Der DFB-Kontrollausschuss hat ein Ermittlungsverfahren gegen Kölns Stadionsprecher Michael Trippel (71) eröffnet!
1. FC Köln und Stadionsprecher Trippel droht Geldstrafe
Auf Anfrage von EXPRESS.de heißt es am Montagvormittag (9. März 2026): „Der Kontrollausschuss leitet ein Ermittlungsverfahren ein. Angeschrieben wird hier zunächst die 1. FC Köln GmbH & Co. KGaA, da diese gemäß § 9a Nr. 1 DFB-Rechts- und Verfahrensordnung für das Verhalten ihrer Mitarbeiter, Erfüllungsgehilfen, Mitglieder, Anhänger, Zuschauer und weiterer Personen, die im Auftrag des Vereins eine Funktion während des Spiels ausüben, verantwortlich ist.“
Trippel hatte beim Spiel am 7. März 2026 zwei VAR-Szenen via Stadionmikrofon emotional verurteilt, brüllte „Pfui! Widerlich!“ und beschwerte sich später, dass Schiedsrichter Daniel Siebert (41) ein klares Handspiel nicht vor dem Bildschirm geprüft habe.
Von Kölns Sportboss Thomas Kessler (40) gab es einen Rüffel für Trippel, er muss zum Rapport antreten. Zahlreiche Fans sprangen dem kölschen Original (seit 42 Jahren für den Verein tätig) zur Seite, forderten eher ein Verfahren gegen die Unparteiischen, Trippel habe schließlich nur die Wahrheit gesagt.
Doch der Kontrollausschuss ist in diesem Fall angehalten, Unsportlichkeiten zu verfolgen. Stadionsprecher sind dazu verpflichtet, neutral zu bleiben. Die Schiedsrichter werden innerhalb des DFB von anderen Gremien bewertet.
Vonseiten der Schiedsrichter gab es schon scharfe Worte für Trippels Verhalten: „Wir missbilligen die Äußerungen des Stadionsprechers des 1. FC Köln entschieden und halten sie für inakzeptabel. Unabhängig davon, ob eine Entscheidung des Schiedsrichters richtig, strittig oder falsch ist, kann und darf es nicht sein, dass ein Stadionsprecher sie negativ kommentiert und das Publikum so gegen den Unparteiischen aufbringt. Bei allem Verständnis für Emotionalität wurde hier eindeutig eine Grenze überschritten. Wir begrüßen es, dass der 1. FC Köln in Person seines Geschäftsführers Sport, Thomas Kessler, dazu deutliche Worte gefunden hat.“
Im DFB-Kontrollausschuss sitzen inklusive des Vorsitzenden Fred Kreitlow zwölf Mitglieder. Im Fall Trippel werden nur elf über eine Strafe beraten. Der Grund: Auch Kölns Vizepräsident Jörg Alvermann, Anwalt für Sportrecht, sitzt in dem Gremium. Er wird innerhalb des Kontrollausschusses nicht mit Fällen betraut, die den FC betreffen.
Dem FC und Trippel droht eine Geldstrafe, im schlimmsten Fall könnte er sogar von seinen Aufgaben entbunden werden. Das ist aber eher unwahrscheinlich. Schon eine Geldstrafe wäre erstmalig in der Klub-Historie. Trippel ist seit 1999 Stadionsprecher beim FC.
Was strafmildernd wirken kann: Kessler hatte Trippel schon ermahnt und dieser hatte sich via EXPRESS.de bereits entschuldigt: „Es kam aus der Emotion heraus. Mit einer Nacht drüber schlafen möchte ich mich entschuldigen. Ich wollte mit den Aussagen niemanden verletzen.“ Trippel wollte aber in der Sache nicht zurückrudern: „Meine Kritik am VAR bleibt.“


