Neuigkeiten im Fall des getöteten achtjährigen Fabian aus Rostock.
Mordfall Fabian (†8)Staatsanwaltschaft verkündet neuen Stand der Ermittlungen

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Eine tatverdächtige Frau (Mitte l) verlässt in Begleitung von Polizeibeamten ihr Wohnhaus.
Aktualisiert
Jetzt ist es amtlich: Die Staatsanwaltschaft Rostock erhebt im Fall des getöteten achtjährigen Fabian Anklage gegen die Ex-Freundin von dessen Vater. Der Vorwurf lautet: Mord!
Fünf Monate nach dem Tod des achtjährigen Fabian aus Güstrow in Mecklenburg-Vorpommern hat die Staatsanwaltschaft Rostock am Montag über den aktuellen Sachstand der Ermittlungen informiert.
Die Frau wird wegen heimtückischen Mordes angeklagt. Sie soll den Jungen im Oktober 2025 aus der Wohnung der Mutter gelockt und an einem Tümpel auf einem Feld mit mindestens sechs Messerstichen getötet haben. Um die Spuren der Tat zu beseitigen, soll sie den Leichnam später mittels Brandbeschleuniger angezündet haben.
Seit November sitzt die Frau in Untersuchungshaft, nachdem sie in einem Dorf in der Nähe von Güstrow wegen dringenden Mordverdachts verhaftet wurde. Eine Haftprüfungsbeschwerde wurde abgelehnt und der Haftbefehl gegen sie vom Gericht bestätigt.
Fabians Leiche wurde am 14. Oktober entdeckt
Der aus Güstrow stammende Fabian verschwand am 10. Oktober 2025. Seine Mutter meldete ihn am Abend bei der Polizei als vermisst. Eine großangelegte Suche startete. Die verbrannte Leiche des Achtjährigen wurde schließlich am 14. Oktober am Ufer eines Tümpels etwa 15 Kilometer südlich von Güstrow gefunden.
Die Obduktion des Kindes ergab früheren Angaben der Staatsanwaltschaft zufolge, dass der Junge Opfer eines Gewaltverbrechens wurde. Wie er starb, teilten die Ermittler bislang nicht mit. Der Leichnam sei vermutlich angezündet worden, um Spuren zu verschleiern. Die Polizei war seit der Entdeckung der Leiche mehrfach an den Fundort zurückgekehrt.
Bundesweit große Anteilnahme
Die bundesweite Anteilnahme war groß, auch in Güstrow selbst bewegte der Fall viele Menschen. Es fanden mehrere Trauergottesdienste statt, an denen Hunderte Menschen teilnahmen. Viele stellten Kerzen auf und legten Kuscheltiere nieder.
Nach mehreren Wochen baten die Behörden am 5. November in der Fernsehsendung „Aktenzeichen XY...ungelöst“ um Hinweise von Zeugen, die sich in der Zeit in der Nähe des späteren Fundorts aufgehalten hatten. (sku/afp/dpa)

