Der 1. FC Köln zog gegen Borussia Dortmund den Kürzeren. Für Youssoupha Niang war es dennoch ein besonderes Spiel, der Youngster feierte sein Startelf-Debüt. Sehr zur Freude von Lukas Kwasniok.
„Dinge, die mir Kraft geben“FC-Youngster trotzt Schicksalsschlägen

Copyright: IMAGO/Nordphoto
Youssoupha Niang feierte gegen den BVB sein Startelf-Debüt für den 1. FC Köln.
Autoren
In dem ganzen Trubel um den VAR-Frust und die DFB-Rüge für Stadionsprecher Michael Trippel ist untergegangen, dass mit Youssoupha Niang der nächste Youngster sein Startelf-Debüt für den 1. FC Köln gegeben hat.
Zuvor hatte es für den 19-Jährigen nur zu Kurzeinsätzen gereicht, in Augsburg durfte er dann schon 24 Minuten mitwirken, nun folgte die endgültige Belohnung. „Er hat einfach eine Pferdelunge, kann in beide Richtungen sehr gut arbeiten, ist laufstark und schnell“, sagt Lukas Kwasniok über den Angreifer.
Niang wurde bislang von Verletzungen ausgebremst
Niang war schon in der Vorbereitung ganz nah dran an der Mannschaft, bis er sich beim Beachvolleyball eine schwere Schulterverletzung zuzog. Und als er die gerade überstanden hatte und auf dem Weg zurück war, fiel er nochmal zwei Monate mit einer Knieverletzung aus. „Er hat so viele Schicksalsschläge in Bezug auf Verletzungen hinnehmen müssen und jetzt stand er in der Startelf“, freute sich Kwasniok.
Dabei deutete das Eigengewächs gleich mehrfach sein Potenzial an. Gleich in den Anfangsminuten hatte er eine gute Kopfballchance und lauerte immer wieder in der gefährlichen Zone.
In der zweiten Halbzeit lauerte er auf einen Abpraller nach Kaminskis Schuss und wurde erst in letzter Sekunde von BVB-Verteidiger Svensson geblockt. „Er hat wirklich ein sehr gutes Spiel gemacht, hatte zwei Einschussmöglichkeiten. Das sind die Dinge, die mir Kraft geben“, schwärmte Kwasniok.
Ohnehin war der FC-Trainer voll des Lobes für seine Mannschaft. Auch Rav van den Berg bescheinigte er „das beste Spiel“ im FC-Trikot. Der Niederländer zeigte sich kompromisslos in den Zweikämpfen und mit viel Übersicht in der Organisation der Abwehr.
Trotz des unbefriedigenden Ergebnisses war Kwasniok stolz auf seine Mannschaft. Der Zusammenhalt ist nach wie vor da, der Glaube an die Wende lebt. „Die Mannschaft ist unverwüstlich du der Dicke (Anm. d. Red.: Er meint sich selbst) auch.“
In Hamburg muss sich das allerdings endlich mal in Punkten widerspiegeln, sonst wird es eng für Kwasniok. Der FC ist nach lediglich zwei Siegen seit dem Hinspiel inzwischen nur noch punktgleich mit dem Tabellen-16..

